Den Grossteil der Gewinne im hiesigen Markt ging auf das Konto der Indexschwergewichte Roche, Nestlé und UBS, die für etwa mehr als zwei Drittel der Kursgewinne im Swiss Market Index (SMI) verantwortlich waren. Nach sieben Handelstagen im neuen Jahr steht der SMI nun bereits 5,4 Prozent im Plus.

Dabei haben die Aktien des Erdölförderers Transocean über 20 Prozent an Wert gewonnen, jene der Grossbanken Credit Suisse und UBS je über 10 Prozent. Die Märkte notieren nun wieder so hoch wie Anfang September 2008, kurz vor dem grossen Absturz des SMI.

Der Leitindex SMI gewann am Freitag 0,62 Prozent und notierte schliesslich bei 7188,22 Punkten. Der breite Swiss Performance Index (SPI) legte 0,55 Prozent auf 6619,71 Punkte zu.

Viele Kursgewinne

Die Aktien des Nahrungsmittelkonzerns Nestlé (+0,7 Prozent) profitierten unter anderem von der Anhebung des Kursziels durch mehrere Banken.

Sogar noch höhere Kursgewinne verbuchten der Pharmakonzern Roche und die UBS (je +1,4 Prozent), obwohl es zu beiden Unternehmen keinerlei Neuigkeiten gab. Die beiden Titel profitierten ebenso wie die Aktien von Novartis (+0,4 Prozent) davon, dass sie von verschiedenen Seiten als Favoriten für das laufende Aktienjahr genannt werden. Dies zieht zwangsläufig gewisse Käufe nach sich.

Den grössten Kursgewinn im SMI gab es bei Julius Bär (+3,5 Prozent). Die Privatbanken-Gruppe war im vergangenen Jahr einer der wenigen Verlierer am Schweizer Aktienmarkt und habe entsprechend ein gewisses Erholungspotential, hiess es. Grössere Kursgewinne gab es ausserdem für den Riechstoffhersteller Givaudan, den Stellenvermittler Adecco, den Agrarchemiekonzern Syngenta oder den Rückversicherer Swiss Re.

Auf der Gegenseite fielen der Spezialchemiekonzern Clariant (-1,7 Prozent), der Pharmazulieferer Lonza (-1,1 Prozent) und der Logistikkonzern Kühne+Nagel (-1,0 Prozent) durch grössere Kurseinbussen auf. In diesen Titeln seien nach den jüngsten Kursanstiegen Gewinne mitgenommen worden, sagten dazu Marktbeobachter.