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Schäuble: Lasst uns Freunde bleiben

Finanzminister Wolfgang Schäuble erklärt jetzt, dass Deutschland trotz der vorhandenen Differenzen mit der Schweiz befreundet bleiben wolle. Ausserdem habe er Verständnis, dass die Schweiz sich von Deutschland schlecht behandelt fühlt.

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Das Verhältnis zwischen der Schweiz und Deutschland ist seit Aufbrechen der Steueraffäre belastet, der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble betonte aber im Interview mit der «Tagesschau» des Schweizer Fernsehens , dass die gute Zusammenarbeit fortgesetzt werden müsse. Er hat auch Verständnis für die Reaktionen in der Schweiz: «Die Schweiz hat eine andere Tradition, eine andere Erfahrung. Sie fühlt sich in dieser Frage natürlich schlecht behandelt. Das mag auch mit zurückliegenden Debatten, an denen ich mich nicht beteiligt habe, zu tun haben», meinte Schäuble in Anspielung an die Indianer-Kavallerie-Vergleiche seines Vorgängers Peer Steinbrück.

Doch das Verständnis Schäubles hat seine Grenzen: «Ich habe Herrn Merz direkt angerufen und habe ihm meine Position erklärt und er mir seine und wir waren uns einig, die stimmen nicht überein.» Für zukünfigen Zündstoff ist also gesorgt, auch wenn Schäuble weiter im Interview die Gemeinsamkeiten der beiden Staaten beteuerte. Schliesslich sei man ja Nachbar und denselben Prinzipien verpflichtet. Er wolle die zukünftige Zusammenarbeit intensiv gestalten, weit über das Ökonomische hinaus.
(pat)