Öffentlicher Verkehr

SBB rüstet drei Millionen Halbtax und GAs mit Chip aus

Das Halbtax-Abo erhält einen Chip (Symbolbild)

Das Halbtax-Abo erhält einen Chip (Symbolbild)

Die SBB lancieren IM jAHR 2014 eine neue Generation der Abokarten. Die SBB arbeiten schon länger an der Zukunft des Zugbilletts. Doch jetzt nimmt sie konkrete Form an.

Die Einführung des elektronischen Tickets ist in zwei Etappen vorgesehen. «In einer ersten Etappe werden ab 2014 die rund drei Millionen GA- und Halbtax-Karten mit einem Chip versehen», sagt SBB-Chef Andreas Meyer in der Zeitung «Der Sonntag"». «Die Hauptgründe sind Einsparungen bei der Produktion der Karten, den Missbrauch im Zug zu verhindern, aber auch die Abo-Erneuerung für die Kunden zu vereinfachen.» Das heisst: Ab 2014 gibt es eine einheitliche Karte mit einem elektronischen Chip.

Auf der Karte befinden sich noch der Name, das Geburtsdatum und ein Bild. Aber kein Ablaufdatum. So können die SBB die Abokarten elektronisch aktualisieren und müssen den Kunden nicht jedes Jahr eine neue Karte mit neuem Datum ausstellen. Laut eines SBB-Sprechers sind die neuen Karten bis zu fünf Jahre haltbar.

Das GA oder das Halbtax wird man trotz des Chips auch nach 2014 vorweisen müssen. Gleichzeitig werden die Kondukteure nämlich mit einem neuen Lesegerät ausgerüstet, um die Gültigkeit der neuen Karten überprüfen zu können. Dazu hält der Kondukteur das Lesegerät einige Zentimeter nahe an die Karte.

Ab 2017 mit einem Chip

Einen Schritt weiter gehen die SBB dann drei Jahre später. «In der zweiten Phase, frühestens ab 2017, wird die Karte zudem mit einem neuen Chip ausgerüstet», sagt Meyer im «Sonntag». «Mit dem Einbau können wir dann erfassen, wie das Fahrverhalten unserer Gäste ist und so auch die Ticketangebote entsprechend differenzieren.»

Somit könnte das elektronische Ticket Tatsache werden. Der Passagier könnte mit seiner elektronischen Chipkarte einfach den Zug nehmen, ohne sich Gedanken über den Billettkauf zu machen. Der Reiseweg würde automatisch beim Einsteigen registriert, und Ende Monat käme die Abrechnung.

«Dazu müssen wir entsprechende Lesegeräte in den Zügen und anderen Verkehrsmitteln des öffentlichen Verkehrs installieren», sagt Meyer. «Insgesamt sprechen wir hier von 15000 Fahrzeugen, ein Drittel davon sind SBB-Fahrzeuge. Jetzt gehe es an die Ausarbeitung der Massnahmen. «Die Zusammenarbeit mit der Industrie ist bereits gestartet.»

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