Grund für den Abbau von 54 Arbeitsplätzen von jetzt an bis Ende Jahr sei eine "negative konjunkturelle Entwicklung im Güterverkehr", präzisierte die SBB in einem Communiqué. Ein kleiner Teil der Massnahme könne mit natürlichen Fluktuationen aufgefangen werden.

Die in den letzten Monaten durchgeführten Analysen hätten ergeben, dass in den Rangierbahnhöfen Arbeitsplätze dank optimaleren Produktionsabläufen eingespart werden könnten, teilte die SBB weiter mit.

In Absprache mit den Sozialpartnern sollen für die betroffenen Mitarbeiter Lösungen gefunden werden. Diese könnten beispielsweise als Sicherheitswärter bei der SBB-Tochter Securitrans weiterbeschäftigt werden.

Bereits früher beschlossen wurde der Abbau von Stellen in den Rangierbahnhöfen Biel, Olten und Rotkreuz. In Olten fallen 35 Arbeitsplätze weg, in Biel werden 20 von 40 und in Rotkreuz 10 von 20 abgebaut.

Die Gewerkschaft des Verkehrspersonals (SEV) rief die SBB in einer Stellungnahme zu "besonderer Sorgfalt mit den Betroffenen" auf, da es sich um Leute in Monopolberufen handle, die ausserhalb der Bahn nur schwer eine Stelle fänden.

Ein weiterer Stellenabbau kommt für den SEV nicht in Frage. "Damit würde das Güterverkehrssystem in der Schweiz übermässig geschwächt und es wäre ein frappanter Widerspruch zum politischen Willen der Verkehrsverlagerung auf die Schiene", schrieb die Gewerkschaft.