Aktuelle Zahlen per Ende Juli oder August zeigten, dass bei vielen Geschäften die Umsätze unter den Vorjahreswerten lägen, schreibt die «Schweiz am Sonntag». Auffallend schlecht seien etwa die Kioske der Valora unterwegs. In Basel lagen ihre Umsätze Ende Juli zwischen 5 und 9 Prozent im Minus.

Auch in Bern verloren von sechs Valora-Kiosken fünf an Umsatz. Auch die Bahnhöfe als Ganzes stagnierten oder verloren, sofern sie das nicht mit einem Flächenausbau kontern konnten. Luzern legte noch leicht um ein Prozent zu. Bern liegt ein Prozent im Minus, Winterthur zwei Prozent. Besonders schlecht läuft es am SBB-Bahnhof in Basel, der verglichen mit dem Vorjahres-Wert gleich fünf Prozent im Minus liegt.

In Zürich sehe die Bilanz per Ende August auf den ersten Blick gut aus, schreibt die «Schweiz am Sonntag». Der von den SBB verwaltete Teil des Bahnhofs – ein Teil gehört der Stadt – legte 15 Prozent zu. Dies allerdings nur, weil ein Jahr zuvor die Fläche im Rahmen des Bahnhofausbaus um 20 Prozent erweitert worden war.

Ohne die neu dazu gekommenen Läden verlor auch der Bahnhof Zürich 2 Prozent Umsatz. Auf Anfrage wollen die SBB diese Zahlen nicht im Detail kommentieren und verweisen auf die erst kommendes Jahr erscheinenden Zahlen zum aktuellen Geschäftsjahr. «Alles in Allem sind unsere Umsätze auf Kurs», sagt Sprecherin Lea Meyer. «Rückläufige Zahlen stellen lediglich an grenznahen Bahnhöfen wie Genf und Basel fest, wo wir den starken Franken spüren.»

Die Valora verweist auf den Ausbau durch die SBB als Grund fürs Minus. Die Konkurrenz habe zugenommen, sagt Sprecher Mladen Tomic. Anders gesagt: Die Mieter in den SBB-Hallen kannibalisieren sich zunehmend gegenseitig.