G20

Sarkozy will weltweit BIP als Wohlstandsindikator ersetzen

Sarkozy will anderen Messwert als BIP

Sarkozy will anderen Messwert als BIP

Wenige Tage vor dem G20-Gipfel in Pittsburgh hat der französische Präsident Nicolas Sarkozy gefordert, das Bruttoinlandprodukt (BIP) als Indikator der Wirtschaftsleistung weltweit zu ersetzen. Das BIP sei als Wohlstandsindikator zu wenig aussagekräftig.

Sarkozy will insbesondere Umweltfolgen, Sozialprobleme, Freizeit, die Qualität öffentlicher Dienste und unbezahlte Wertschöpfung bei der Messung des Wohlstands berücksichtigt sehen. Der Geldwert reiche nicht.

Grundprobleme wie der Klimawandel und die Reform des Kapitalismus seien mit der "Religion der Ziffern" und der "Religion des Marktes" nicht zu lösen. "Frankreich wird dafür kämpfen, dass alle internationalen Organisationen ihr Statistiksystem ändern" und den Empfehlungen der Stiglitz-Kommission folgen, sagte Sarkozy in der Pariser Universität Sorbonne.

US-Wirtschaftsnobelpreisträger Joseph Stiglitz hatte Sarkozy zuvor einen Bericht über die Reform der Messung der Wirtschaftsleistung vorgelegt. Der Kommission gehörten insgesamt fünf Nobelpreisträger an.

Das BIP misst den Wert aller erwirtschafteten Güter und Dienstleistungen, die in einer abgeschlossenen Periode - zum Beispiel Quartal oder Jahr - innerhalb der Landesgrenzen produziert wurden.

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