Krankenkassen

Santésuisse-Direktor Christoph Meier wirft wohl das Handtuch

Christoph Meier, Direktor von Santésuisse

Christoph Meier, Direktor von Santésuisse

Der Krankenkassenverband Santésuisse muss offenbar einen neuen Direktor wählen. Christoph Meier hat hat seinen Rücktritt angeboten. Der Verwaltungsrat muss am seiner morgigen Sitzung entscheiden, wer den Verband in Zukunft leiten will.

Erst seit vergangenem Juni ist Christoph Meier (53) für den Verband der Krankenversicherer, Santésuisse, tätig. Er trat die Nachfolge von Stefan Kaufmann an, der die Stelle des Stellvertretenden Geschäftsleiters des Krankenversicherers EGK angenommen hatte.

Die Wahl Meiers war überraschend: Er arbeitete zuletzt als Zentralsekretär des Schweizerischen Roten Kreuzes und als Leiter des nationalen Sekretariats der Rotkreuz-Kantonalverbände.

Als Branchenfremder hatte er innerhalb des Verbands einen schweren Stand: Als dann im April die beiden Branchenleader Helsana und CSS den Austritt aus Santésuisse und die Gründung eines Konkurrenzverbands bekanntgaben, hiess es, die Chemie zwischen Santésuisse-Präsident Christoffel Brändli und seinem Direktor Christoph Meier stimme nicht mehr.

Offenbar hat er sowohl intern wie extern den Rückhalt verloren. Jetzt hat er sich offenbar entschlossen, seinen Rücktritt anzubieten, wie die «Nordwestschweiz» aus gut unterrichteten Quellen erfahren hat. Eine Kündigung liegt noch nicht vor.

Der Rücktritt ist an der morgigen Sitzung des Verwaltungsrats von Santésuisse ein Thema. Der Verwaltungsrat muss entscheiden, wer die Führung des Verbands übernimmt. Meier weilt zur Zeit in den Ferien. Er war für die «Nordwestschweiz» nicht erreichbar. Santésuisse-Präsident Christoffel Brändli sagt nur: «Kein Kommentar.»

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