Pharmaindustrie

Santhera verzeichnet leicht höheren Verlust und baut Stellen ab

Santhera fährt einen Verlust ein und entlässt Personal in Liesthal (Archiv)

Santhera fährt einen Verlust ein und entlässt Personal in Liesthal (Archiv)

Das Spezialitätenpharma-Unternehmen Santhera hat im ersten Halbjahr einen grösseren Verlust eingefahren als in der Vorjahresperiode. Das Unternehmen will nun restrukturieren und in Liestal 21 Stellen abbauen.

In der Schweiz plant das Unternehmen eine Konzentration auf die klinische Entwicklung und eine Reduktion in der präklinischen Forschung sowie in der Verwaltung, wie das Unternehmen am Montagabend bekannt gab. Daraus ergibt sich ein geplanter Abbau von derzeit 47 auf 26 Beschäftigte.

Santhera weist für die ersten sechs Monate 2011 einen Reinverlust von 15,02 Mio. Franken aus. Das ist ein um sechs Prozent höherer Verlust als in der Vorjahresperiode.

Der Nettomittelverbrauch konnte um 11,3 Prozent auf 12,28 Mio. Franken gesenkt werden, wie das Unternehmen weiter mitteilte. Die flüssigen Mittel verringerten sich gegenüber Ende 2010 um 28,1 Prozent auf 31,4 Mio. Franken.

Fokus auf ein Produkt

Aufgrund der anhaltend volatilen Märkte beabsichtige das Management eine Fokussierung auf das wichtigste Produkt Catena, mit welchem die Augenerkrankung LHON behandelt werden kann. Damit könne die Finanzierung des Unternehmens unabhängig von Kapitalaufnahmen oder Lizenzeinnahmen sichergestellt werden.

Verkleinerte Gremien

Im Rahmen der Umstrukturierung werde neben den Veränderungen in der Schweiz die Organisation in Nordamerika verkleinert. Auch Geschäftsleitung und Verwaltungsrat werden kleiner. Letzterer zählt neu vier statt sieben Mitglieder.

Ab 1. Oktober 2011 übernimmt gemäss Mitteilung Thomas Meier, derzeit Chief Scientific Officer, die Funktion des Chief Executive Officer (CEO) von Klaus Schollmeier. Dieser wird neu Präsident des Verwaltungsrates.

Entsprechend sei eine Anpassung der operativen Strukturen geplant, um die Finanzierung bis ins Jahr 2013 zu sichern. Der Zulassungsentscheid der Europäischen Arzneimittelbehörde für Catena wird für September 2012 erwartet.

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