Pharma

Santhera-Aktie im Hoch nach Studienerfolg

Blick in ein Santhera-Labor (Archiv)

Blick in ein Santhera-Labor (Archiv)

Das Baselbieter Pharmaunternehmen Santhera hat eine erste klinische Studie für ein neues Medikament erfolgreich abgeschlossen. Die Santhera-Aktie setzte zu einem Kurssprung von über 14 Prozent an.

Nachdem Santhera bei seinem Schlüsselmedikament Raxone einige Rückschläge erlitten hatte, konnte das Start-up-Unternehmen am Donnerstag einen Erfolg vermelden.

Die Studienziele für das Medikament Omigapil für Patienten mit zwei Formen von kongentialen Muskelsystrophien seien in den USA erreicht worden, teilte Santhera mit. Konkret ging es um eine erste klinische Studie, die zeigte, dass das Prüfmedikament bei Kindern und Jugendlichen mit dieser Krankheit gut verträglich war.

Laut Santhera-Sprecherin Eva Kalias ist Omigapil noch nirgends zugelassen. Die Tests werden bei jungen Patienten durchgeführt, da die Krankheit sehr früh auftrete und mit Muskelschwund und Atemnot einen sehr schweren Verlauf habe.

In einem nächsten Schritt werde Santhera die Ergebnisse den regulatorischen Behörden erörtern, um eine Zulassungsstudie vorzubereiten. Da Omigapil für eine seltene Krankheit gebraucht wird, kann es in den USA und der EU von einem schnelleren Orphan-Drug Zulassungsverfahren profitieren.

Bei den Investoren kam der Erfolg gut an: Die Santhera-Aktien legten bis zum Mittag in einem leicht positiven Markt um 14,4 Prozent auf 19,68 Franken zu.

Santhera hatte letztes Jahr einen Verlust von 51,5 Millionen Franken (Vorjahr: 35,4 Millionen) erlitten. Grund waren unter anderem gestiegene Marketing- und Vertriebsaufwendungen für neue Medikamente.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1