Der Umsatz dürfte um 18,7 Prozent auf umgerechnet 54 Milliarden Franken gestiegen sein. Die detaillierten Zahlen will Samsung Ende April vorlegen.

Zu dem guten Ergebnis im ersten Quartal hat insbesondere das Top-Modell der Samsung-Smartphones beigetragen. Das Galaxy S9 ist seit Mitte März auf dem Markt und damit fünf Wochen früher als sein Vorgängermodell im Jahr 2017.

Aber auch ältere Modelle verkaufen sich noch immer gut, da die hohen Preise der neuen Spitzengeräte für Zurückhaltung bei Konsumenten sorgen. Insgesamt leistete das Smartphone-Geschäft damit einen überraschend soliden Beitrag zur Unternehmensbilanz im ersten Quartal, denn weltweit sind die Smartphone-Verkäufe 2017 erstmals zurückgegangen, wie aus Daten der Marktforscher von IDC hervorgeht.

Das vor allem als Apple-Konkurrent bekannte Unternehmen stellt auch Speicherchips her, die in den vergangenen Monaten einen Boom erlebten. Analysten sehen aber auch hier den Höhepunkt erreicht und rechnen mit einem wachsenden Angebot auf dem Markt.

Greg Roh von HMC Investment & Securities sieht Samsung aber gut aufgestellt: "Obwohl die Erlöse bei Speicherchips seit dem Höhepunkt des Booms zurückgegangen sind, könnten sinkende Preise auch eine höhere Nachfrage auslösen." Und Samsung habe die Fähigkeit, mit Kostenreduzierung den Gewinn oben zu halten.

Auf dem Aktienmarkt dominierten die Bedenken, dass der Halbleiter-Boom zu Ende geht und auch auf dem Smartphone-Markt die Luft dünner wird. Samsung-Aktien verloren im asiatischen Handel zeitweise 2,7 Prozent. Trotz dieser Kursverluste gehen Analysten davon aus, dass Samsung nach dem fulminanten Jahresstart auch eine solide Gesamtjahresbilanz vorlegen wird.