Sackgeldbörse

Sackgeldbörse peppt Kasse auf

Fabienne Baumgaertner und Susanne Solenthaler suchen Jobs für Jugendliche im Alter von 13 bis 16 Jahren

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Fabienne Baumgaertner und Susanne Solenthaler suchen Jobs für Jugendliche im Alter von 13 bis 16 Jahren

Haben Sie einen Garten, der in Schuss gebracht werden sollte? Steht der Frühlingsputz an? Die Jugenarbeiterinnen Fabienne Baumgaertner und Susanne Solenthaler organisieren eine «Sackgeldbörse». Dafür suchen die beiden jungen Frauen Jobs aller Art, die sich für Jugendliche zwischen 13 und 16 Jahren eignen.

Wie funktioniert die Sackgeldbörse genau?

Fabienne Baumgaertner: Erwachsenen Personen oder Firmen, die einfache Jobs anzubieten haben, können sich bei uns melden. Wir vermitteln die Jobs dann an die Jugendlichen weiter.

Susanne Solenthaler: Vielen Jugendlichen ist es ja langweilig in den Ferien. Wir wollten deshalb nicht einfach ein vorgefertigtes Programm liefern. Sie sollen aktiv etwas tun.

Baumgaertner: Bei der «Sackgeldbörse» müssen die Jugendlichen etwas tun fürs Geld. Das ist ein cooles Gefühl. Und es gibt ja auch Jugendliche, die nicht regelmässig Sackgeld erhalten.

Welche Jobs eignen sich denn für die Jugendlichen?

Solenthaler: Das geht vom Kinderhüten, Gartenarbeit, Keller streichen über Büroarbeiten und Fenster putzen. Und weil die Jugendlichen auch etwas verdienen sollen dabei, geben wir als Richtwert einen Stundenlohn zwischen fünf und zehn Franken an.

Baumgaertner: Wer besonders zufrieden ist mit den erledigten Arbeiten, darf natürlich auch noch ein extra Trinkgeld geben.

Gibt es ein Rahmenprogramm?

Baumgaertner: Ja, dabei handelt es sich um einen offenen Treff im Jugendtreff «be@box». Die Jugendlichen können «Töggele», Dart und Volleyball spielen.

Solenthaler: Auch Basteln, Jonglieren und Henna bieten wir an.

Was denken Sie, wofür brauchen die Jugendlichen das Sackgeld?

Solenthaler: Sie brauchen es als Feriengeld oder kaufen sich Kleider.

Erwartet Sie viele Jugendliche?

Baumgaertner: Wir haben an alle Oberstufenschüler in Aarau Flyers verteilt. Wieviele Schüler auftauchen werden, weiss ich nicht. Viele sind ja sehr spontan und legen sich nicht gerne fest.

Solenthaler: Bis jetzt haben wir 20 Jobangebote erhalten. Es würde also noch einige vertragen (lacht). Wir hoffen, dass sich dann auch noch einige melden, wenn das Projekt bereits läuft.

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