Ferienjob

Sackgeld dank Ferienjob

Jessica Rohner und Roland Müller sorgen in den Ferien für volle Regale im Einkaufscenter.

Ferienjob

Jessica Rohner und Roland Müller sorgen in den Ferien für volle Regale im Einkaufscenter.

Vor allem während der fünfwöchigen Sommerferien suchen Schülerinnen, Schüler und Studenten Jobs als Ferienaushilfe. Dabei geht es nicht nur um Sackgeld, sondern auch um ein Stück Lebenserfahrung.

Marcel Suter

Das Jobben während der Schulferien ist für Jugendliche nach wie vor ein Thema. Die Angebote sind allerdings gerade in der Rezession rar und verlangen eine gute Nase bei der Stellensuche. Gute Adressen sind Grossverteiler, Schulabwarte (in den Ferien werden die Schulhäuser in Ordnung gebracht) oder auch Konzert- und Partyveranstalter, Clubs und Eventagenturen.

Viele Schülerinnen und Schüler suchen bei verschiedenen Arbeitgebern als Schnupperlehrlinge den Weg zur Berufswahl. Am meisten Geld gibt es natürlich zu verdienen, wenn echte Arbeit verrichtet werden kann, wie zum Beispiel bei der Migros im Wynecenter in Buchs.

Die 16-jährige Jessica Rohner aus Rohr wird nach den Ferien die Lehre als Pharma-Assistentin in Angriff nehmen. Nach dem Schulabschluss zog es sie nicht wie viele andere an den Badestrand, sondern zum Ferienjob im MMM in Buchs.

Die Schulabgängerin ist eine von mehreren Ferienaushilfen beim Grossverteiler. «Wir haben Hausfrauen und Mütter bei uns in Teilzeit beschäftigt, die mit der Familie im Juli Ferien machen», erklärt Anton Kapsolli, stellvertretender Leiter der Migros im Wynecenter Buchs.

Nicht nur aus dem Grunde sind die Schülerinnen und Schüler oder die Studentinnen und Studenten willkommen. «Die Ferienhilfen müssen sich mit einem sauberen Dossier für den Job bewerben», präzisiert er. Für viele sei das oft die erste Bewerbung und deshalb schon mal ein lehrreicher Teil. «Die Jugendlichen werden zudem in den ordentlichen Organisationsablauf der einzelnen Abteilungen integriert und entsprechend geführt», erläutert Kapsolli.

Wer bereits zum wiederholten Male in der Ferienzeit jobbt, könne aufgrund der Erfahrungen und der Fähigkeiten durchaus auch an der Kasse eingesetzt werden. «Es muss ja auch Spass machen, eine Herausforderung sein und positive Erlebnisse vermitteln.»

Jessica Rohner ist beim Auffüllen in der Fleischabteilung gemeinsam mit Roland Müller, einem 20-jährigen Wirtschafts-Studenten aus Wohlen, anzutreffen. Er ist bereits zum zweiten Mal hier und nimmt das Ganze cool. «Ob im Lager, beim Auffüllen oder an der Kasse, es macht einfach Spass», versichert er und verweist auf den für ihn freudigen Umstand, dass im Center halt immer Kundinnen und Kunden anzutreffen sind.

«Dies und die hervorragende Aufnahme durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben mich vor einem Jahr schon begeistert», erzählt Müller. Trotz Ferienjob gehöre man zum Team. Und am Ende gäbe es sogar noch Lohn.

Für Jessica Rohner ist noch nicht entschieden, ob sie mit dem verdienten Geld einen Teil ihres Zimmers neu einrichten will. «Mal schauen», sagt sie. Wenn man plötzlich einen Lohn habe, wolle man ihn nicht sofort wieder ausgeben. Deshalb könne es gut sein, dass sie den Ferienjob-Zahltag auf die hohe Kante lege.

Vorderhand zumindest, denn mit dem Einstieg in die Zeit als Lernende würden sich bestimmt auch Begehrlichkeiten in diversen neuen Bereichen geben.

Für Roland Müller hingegen ist klar, dass er in sein Studium investieren und sich Lehrmittel anschaffen will. Als künftiger Betriebswirtschafter hat er natürlich an seiner Ferienstelle Augen und Ohren offen. «Ich kann jeden Tag viel lernen und bin neben dem verdienten Lohn auch dankbar für die Erfahrung.»

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