Murdoch hatte die "Daily" im Februar 2011 als "Zeitung der Zukunft" vorgestellt - ein digitales Medium, das extra für Tablet-Computer produziert wurde. Nach einer Ausgabe für das iPad von Apple brachte Murdochs News Corp. im Januar 2012 auch eine Version für Tbalet mit dem Google-System Android auf den Markt.

Allerdings erreichte die "Daily" nie die angepeilten Abonnentenzahlen und Werbeeinnahmen, mit denen sie ihre Kosten decken könnte. Im August gab es bereits eine Sparrunde, bei der 50 der zuvor 170 Arbeitsplätze wegfielen.

Von der Erfahrung mit "The Daily" sollen nun die anderen Titel des Verlags profitieren, hiess es. Ihr Herausgeber Greg Clayman soll künftig die weltweite Digital-Strategie beaufsichtigen und der erste "Daily"-Chefredaktor Jesse Angelo wird Herausgeber der "New York Post".

Weichen für Aufspaltung gestellt

Murdoch bereitet zudem sein Medienimperium auf die Zeit nach der Aufspaltung vor. Wie er am Montag verriet, wird das grössere Unterhaltungsgeschäft mit den Fox-Fernsehsendern sowie dem Filmstudio 20th Century Fox künftig unter Fox Group firmieren.

Die kleinere Verlagssparte wird den bisherigen Konzernnamen News Corporation weiterführen. Diesen Zweig leiten soll Robert Thompson, der Geschäftsführer seines Flaggschiffs "Wall Street Journal".

Firmengründer und Grossaktionär Rupert Murdoch selbst wird das profitablere Unterhaltungsgeschäft lenken und zudem als Verwaltungsratschef beider Zweige fungieren. Damit hat er weiterhin das Sagen.

Der Medienkoloss soll bis Mitte kommenden Jahres aufgespalten werden, nachdem der Skandal um abgehörte Telefone bei der britischen Sonntagszeitung "News of the World" den Konzern schwer belastet hatte und das Zeitungsgeschäft allgemein einer schwierigen Zukunft entgegen sieht.