Das Ergebnis nach unten gerissen hat die Unternehmensdivision Technology, welche unter anderem Komponenten für den Flugzeugbau herstellt. Weil im Zuliefermarkt für die Flugzeugindustrie die Nachfrage zurückgegangen und der Preisdruck markant gestiegen ist, wurde Ruag dazu gezwungen, hohe Abschreibungen in der eigenen Bilanz vorzunehmen und Rückstellungen für zukünftige Auftragsverluste zu bilden.

Insgesamt belaufen sich die Korrekturen in der Bilanz der Ruag auf 160 Mio. Franken. Gleichzeitig kündigt das Unternehmen an, weitere Massnahmen zu treffen, um diese kriselnde Unternehmenssparte wieder profitabel zu machen. Nachdem es bereits vergangenes Jahr zum Abbau von rund 50 Stellen im Werk in Plan-les-Ouates GE gekommen ist, stehen nun gemäss Unterlagen der Ruag Anpassungen am Standort Emmen an.

Das Geschäft mit Flugzeugkomponenten soll gemäss Angaben von Konzernchef Lukas Braunschweiler auf profitable Nischen fokussiert werden, wobei ein Personalabbau in Emmen nicht ausgeschlossen wird.

Positiver als beim Flugzeugkomponentenbau fiel das Ergebnis der anderen fünf Unternehmenssparten von Ruag aus: So wurde sowohl im Raumfahrtbereich Ruag Space als auch beim Unterhalt von militärischen und zivilen Flugzeugen schwarze Zahlen geschrieben.

Profitabel waren auch der Geschäftsbereich für elektronische Rüstungssysteme, die Munitionsherstellung und die Unterhalt- und Renovationsarbeiten für Militärfahrzeuge. Das negative Resultat des Flugzeugkomponentenbau vermochten aber selbst alle fünf anderen Divisionen zusammen nicht zu kompensieren, was zu einem Betriebsverlust (EBIT) von 113,3 Mio. Fr. führte.