Rüstungsindustrie

Rüstungsbetrieb Ruag will Zusammenarbeit mit der Nasa

Ruag-Sitz in Thun (Archiv)

Ruag-Sitz in Thun (Archiv)

Die Ruag greift nach den Sternen: Der neue Unternehmenschef Lukas Braunschweiler hat das Ziel, den bundeseigenen Rüstungsbetrieb zum Zulieferer der amerikanischen Luft- und Raumfahrtbehörde Nasa zu machen.

Der jüngst mit der Übernahme der Raumfahrtsparte von OC Oerlikon gewachsene Konzern sei von seiner Grösse in der Lage, Nasa-Zulieferer zu werden, sagte Braunschweiler der "Handelszeitung" (Ausgabe vom 2. September). Hauptmarkt der Ruag bleibe dennoch Europa.

Innovation ist laut Braunschweiler nötig, um den sinkenden Rüstungsausgaben des Bundes zu begegnen: "Die Armee wird zwar etwas kleiner, aber technologischer und moderner werden." Dies könne sich positiv auf die Aufträge auswirken. Wegen Oerlikon Space sinke der VBS-Anteil am Umsatz von aktuell 36 auf etwa 30 Prozent.

Eine Publikumsöffnung des zu 100 Prozent vom Bund gehaltenen Konzerns sei derzeit kein Thema, sagte Braunschweiler. Wenn aber eine der sechs Konzerndivsionen eine Partnerschaft eingehen wolle, müsse über einen solchen Schritt nachgedacht werden. Der früheste Zeitpunkt dafür sei nach der Veröffentlichung des sicherheitspolitischen Berichts im nächsten Jahr.

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