Autoindustrie

Rückruf-Aktion von Toyota auch in Europa

Die Pannenserie beim weltgrössten Autohersteller Toyota nimmt immer grössere Ausmasse an. Nun weitet der japanische Konzern die Rückrufaktion auf Europa aus. Angaben zur Zahl der betroffenen Autos machte das Unternehmen allerdings nicht.

"Es wird einen Rückruf geben, das steht fest. Die Rückrufaktion ist aber noch nicht angelaufen, weil wir noch immer keine Klarheit haben", sagte eine Toyota-Sprecherin gegenüber Nachrichtenagenturen. Es werde geprüft, in welchen Modellen die problematischen Pedale des US-Zulieferers CTS eingebaut seien und um welche Produktionsjahre und Stückzahlen es gehe.

Obwohl die in Europa verkauften Fahrzeuge fast alle auch in Europa produziert werden - in Frankreich, England, Tschechien und Polen - prüft das japanische Unternehmen sicherheitshalber auch, ob in diesen Wagen die unsicheren Pedale eingebaut worden sein könnten. "Es gibt aber keine Pläne und keine Notwendigkeit, auch in Europa die Produktion zu stoppen", betonte Knechtges.

Falls in Europa tatsächlich zwei Millionen Autos in die Werkstätten müssen, würde sich die Rückrufaktion auf insgesamt acht Millionen Fahrzeuge erstrecken. Diese Grössenordnung entspricht fast dem gesamten Fahrzeugabsatz des Konzerns in einem Jahr.

Am späten Mittwoch hatte Toyota weitere knapp 1,1 Millionen US-Kunden aufgefordert, ihre Wagen in die Werkstatt zu bringen. Rutschende Fussmatten drohen sich derart mit den Pedalen zu verkeilen, dass der Wagen unkontrolliert beschleunigt. Wegen des gleichen Defekts hatte Toyota bereits im vergangenen Jahr 4,2 Millionen Autos zurückgerufen.

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