Dies kündigte am Dienstag ein Geschäftsleitungsmitglied von Tamoil Schweiz an. Die Raffinerie ist seit Januar 2015 stillgelegt. Zuvor hatte Tamoil Schweiz das Ende ihrer Raffinerieaktivitäten in der Region Chablais bekanntgegeben. Rund 230 Mitarbeiter verloren ihren Arbeitsplatz.

Wenige Monate später setzte der Kanton Wallis der Firma eine Frist von fünf Jahren, um über eine mögliche Weiternutzung der Erdölraffinerie zu entscheiden. Nun steht fest, dass die Anlage den Betrieb nicht wieder aufnimmt.   

Das Unternehmen bestätigt, dass es zwischen zehn und zwanzig ernsthafte Angebote für eine Übernahme des Standorts erhalten hat. Auf diese ging Tamoil Schweiz jedoch nicht ein.

Verkauf der Infrastruktur

Tamoil Schweiz sei weiterhin bestrebt, die Anlage ganz oder teilweise zu verkaufen, sagt Stéphane Trachsler, Direktor von Tamoil Schweiz. Insgesamt besteht die Anlage aus 1200 verschiedenen Einheiten, darunter 54 Tanklager. "Es gibt ein paar Leute, die daran interessiert sind, uns einen Teil der Infrastruktur abzukaufen", sagt er.

Diese Verkäufe würden die Kosten für die Demontage der Anlage, die auf 10 Millionen Franken geschätzt werden, deutlich reduzieren. Der Rückbau der Anlage, der in der ersten Jahreshälfte 2020 in Angriff genommen wird, wird voraussichtlich zwischen 24 und 36 Monaten dauern.

Laufende Sanierung

Die Sanierung von fünf kontaminierten Flächen mit einer Gesamtfläche von vier Hektar begann im Frühjahr dieses Jahres. Sie soll bis 2028 abgeschlossen sein. Drei weitere Pakete werden noch überwacht. "Wir haben jedoch vor, die Arbeiten bis 2023-2024 abzuschliessen", sagt Pierluigi Colombo, Direktor des Walliser Standorts.

Die Kosten für die Sanierungsarbeiten belaufen sich auf 5 Millionen Franken. Weitere 500'000 Franken werden für die Überwachung des Standorts eingesetzt.

Seit der Schliessung der Anlage in Collombey-Muraz befindet sich die einzige Erdölraffinerie der Schweiz im neuenburgischen Cressier.