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RTL muss kräftig sparen - Werbeflaute dauert an

RTL auf Sparkurs (Archiv)

RTL auf Sparkurs (Archiv)

Die anhaltende Flaute auf den Werbemärkten hat Europas grösstem Fernsehkonzern RTL Group einen strikten Sparkurs aufgezwungen. Im ersten Halbjahr 2009 ist der Umsatz wegen weggebrochener Werbeeinnahmen um 9,6 Prozent auf 2,59 Mrd. Euro gesunken.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Firmenwertabschreibungen (EBITA) fiel von 502 auf 318 Mio. Euro. 68 Prozent des Umsatzrückgangs seien mit Einsparungen im Wert von 198 Mio. Euro vor allem bei Programmkosten wieder aufgefangen worden, sagte RTL-Chef Gerhard Zeiler.

Der Sparkurs werde aber auch im zweiten Halbjahr gehalten, betonte er ohne Zielvorgaben zu nennen. Die Absicht sei es, die im ersten Halbjahr noch einmal gestiegenen Marktanteile bei den Zuschauern trotz des Kostendrucks zu halten. Investitionen in erfolgreiche Internetaktivitäten sowie in den Produktionsarm Fremantle Media ("American Idol") gingen weiter. Auch in neue Technologien wie das hochauflösende Fernsehen HDTV will Zeiler weiter investieren.

Unter dem Strich blieb wegen hoher Firmenwertabschreibungen vor allem auf die britische Tochter Five und den schwer von der Werbeflaute getroffenen griechischen Sender Alpha im Konzern ein Nettoverlust von 62 Mio. Euro.

Zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres hatte RTL mit seinen mehr als 70 Radio- und TV-Sendern in elf Ländern Europas und seinen weltweit agierenden TV- Produktionsfirmen 391 Mio. Euro Nettogewinn gemacht. "Ich bin davon überzeugt, dass am Ende dieses Jahres wieder ein Nettogewinn steht", sagte Zeiler. RTL gehört zu 90,3 Prozent zum Gütersloher Bertelsmann-Konzern.

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