Zu konstanten Wechselkursen stagnierten die Verkäufe, ohne Einbezug von Tamiflu nahmen sie um 2 Prozent zu. Mit dem dritten Quartal ist Konzernchef Severin Schwan zufrieden: "Die solide Umsatzentwicklung im dritten Quartal entspricht den Erwartungen. Damit werden wir die für 2011 gesteckten Ziele erreichen", wird er in der Mitteilung zitiert.

Die Verkaufszahlen beider Divisionen des Konzerns zeigen indes die Auswirkungen des starken Frankens. So sanken die Verkäufe in der Hauptsparte Pharma in den ersten neuen Monaten um 14 Prozent auf 24,4 Mrd. Franken. In US-Dollar hätte der Rückgang noch 4 Prozent und währungsbereinigt 1 Prozent betragen.

Rückgang bei Avastin

Ohne Einbezug des stark rückläufigen Tamiflu-Geschäfts wäre der Pharma-Umsatz zudem um 1 Prozent gestiegen. Geschmälert wurden das Verkaufsergebnis der Division aber erwartungsgemäss auch durch den Rückgang beim Krebsmedikament Avastin; dies wegen anhaltender Unsicherheit bei der Zulassung zur Brustkrebsbehandlung in den USA.

Insgesamt wuchsen die Pharma-Verkäufe in den USA um 1 Prozent, in Westeuropa nahmen sie indes - laut Roche vor allem wegen Sparmassnahmen der Regierungen - um 4 Prozent ab. In Japan drückte die Erdbebenkatastrophe auf die Verkäufe. Die Krebsmittel MabThera, Avastin und Herceptin blieben die umsatzstärksten Pharma-Produkte.

In der kleineren Division Diagnostics nahm der Umsatz um 8 Prozent auf 7,1 Mrd. Fr. ab. Zu konstanten Wechselkursen ergab sich indes ein Anstieg um 6 Prozent. Damit sei Roche im Bereich der In-vitro-Diagnostik erneut schneller gewachsen als der Weltmarkt, hält der Konzern fest.