Pharma

Roche mit weniger Gewinn wegen Genentech-Übernahme - Umsatz steigt

Roche-Gebäude in Basel (Archiv)

Roche-Gebäude in Basel (Archiv)

Nach einem erfolgreichen ersten Halbjahr 2009 strotzt der Basler Pharma- und Diagnostikakonzern Roche vor Zuversicht. Hauptgrund ist die vollständige Übernahme von Genentech, die dem Unternehmen noch mehr bringt als erwartet. Auch Tamiflu wirkt sich positiv aus.

CEO Severin Schwan zeigte sich vor Journalisten in Basel sehr erfreut über den Geschäftsgang im ersten Semester. Das Umsatzplus in Franken betrug 9 Prozent. Sowohl Pharma wie auch Diagnostika übertrafen das Marktwachstum.

Der Konzerngewinn brach indes wegen Sonderpositionen im Zusammenhang mit der Genentech-Übernahme um 29 Prozent auf 4,1 Mrd. ein. Der Betriebsgewinn vor Sonderpositionen stieg dagegen im Vergleich zur Vorjahresperiode um 20 Prozent in Lokalwährungen und um 13 Prozent in Franken auf knapp 8 Mrd. Franken.

Mit seinen verschreibungspflichtigen Medikamenten erzielte Roche einen Umsatz von 19,1 Mrd. Franken, was einem Plus von 11 Prozent entspricht. Die Pharmadivision wuchs damit nach Konzernangaben doppelt so schnell wie der Weltmarkt.

Mit vier Medikamenten verbuchte Roche schon im Halbjahr Umsätze von über einer Milliarde Franken. Auf Platz 4 der Umsatzrangliste vorgerückt ist das Grippemittel Tamiflu, dessen Umsatz wegen der Schweinegrippe um 203 Prozent auf 1 Mrd. Fr. anstieg.

Am meisten Freude macht dem Roche-CEO derzeit die Integration der US-Tochter Genentech. Nach dem sich das Management Anfang Jahr noch verhalten geäussert hatte, strotzt es nun nach dem erfolgreichen Genentech-Deal vor Zuversicht. Ein Grund sind die zehn neuen Wirkstoffe in der späten Entwicklungsphase, über die Roche nun verfügt.

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