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Roche geht mit geplanter Spark-Übernahme erneut in die Verlängerung

Neben dem Roche Turm stehen wegen der entstehenden Neubauten besonders viele Kräne, hier von der Pfalz beim Münster her gesehen.

Im hintergrund der Roche-Turm.

Neben dem Roche Turm stehen wegen der entstehenden Neubauten besonders viele Kräne, hier von der Pfalz beim Münster her gesehen.

Roche bietet den Spark-Aktionären 114 US-Dollar je Anteilsschein. Der Mitteilung zufolge hat Roche den US-Regeln entsprechend die Unterlagen für die geplante Transaktion neu bei den zuständigen Behörden eingereicht. Die Frist ist nun bis zum 3. Juni verlängert.

Erst Anfang April hatte Roche einen solchen Schritt unternommen und damit die Angebotsfrist bis zum 2. Mai verlängert. Ursprünglich hatte der Konzern geplant, die Transaktion bis Anfang April abgeschlossen zu haben.

Die Überprüfung der zuständigen Behörden für den mehr als vier Milliarden US-Dollar schweren Zukauf ist den Angaben zufolge im Gange. Die beteiligten Parteien arbeiten demnach aktiv mit der Regierung zusammen, um diesen Prozess zu erleichtern.

Bei der ersten Angebotsverlängerung hatte Roche gegenüber der Nachrichtenagentur AWP erklärt, dass der Konzern mindestens eine Mehrheit der ausstehenden Spark-Aktien halten müsse, damit die Transaktion zustande komme.

Weiter unter Ziel-Anteil

Wie es in der aktuellen Mitteilung hiess, waren per 25. April 2019, dem letzten Werktag vor der Ankündigung der Verlängerung des Übernahmeangebots, rund 10 Millionen Spark-Aktien bei der Verwahrstelle des Übernahmeangebots eingegangen. Das entspreche etwa 26,1 Prozent der ausstehenden Aktien von Spark.

Zum Zeitpunkt der ersten Verlängerung Anfang April waren Roche noch 29,4 Prozent der ausstehenden Spark-Anteile angedient worden. Wie das Unternehmen auf Anfrage erklärte, seien solche Schwankungen während der Angebotsfrist nicht ungewöhnlich. Spark-Aktionäre könnten in dieser Zeit ihre Aktien andienen, aber auch wieder zurückziehen. Meist sei kurz vor Ablauf der Frist dann eine verstärkte Andienung zu beobachten.

Im Fall der Spark-Übernahme durch Roche ist dies noch abzuwarten. Immerhin hatten mehrere Aktionäre gegen die Übernahme geklagt. Sie werfen den beiden Parteien vor, Informationen zurückgehalten zu haben. Aus ihrer Sicht ist das Unternehmen mit den gebotenen 114 US-Dollar je Anteil zu tief bewertet.

Roche wiederum hofft, sich mit der Übernahme auf einen Schlag eine gewichtige Rolle im Bereich der Gentherapie zu verschaffen. Immerhin gilt dieser Markt als ein wichtiger Hoffnungsträger für die Pharmabranche.

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