So ist bei einem Inlandflug ein Riss in einem Cockpitfenster aufgetreten. Die Maschine aus Tokio landete gemäss All Nippon Airlines sicher auf ihrem Zielflughafen im Westen des Landes, der Rückflug wurde annulliert.

Nach der Landung einer anderen 787 im Süden Japans sei Öl aus einem Triebwerk ausgelaufen, hiess es weiter. Das Flugzeug sei anschliessend mit Verspätung nach Tokio zurückgeflogen.

Die Probleme der Tage zuvor reichten von Schwierigkeiten mit Bremsen bis hin zu einem Brand an Bord eines leeren Flugzeugs. Die US-amerikanische Luftaufsichtsbehörde Federal Aviation Administration (FAA) leitet nun eine umfassende Untersuchung von Design und Montage des Flugzeugs ein. Details dazu sollten später am genannt werden.

Boeing relativiert

Für den Flugzeugbauer Boeing stellt dies einen herben Rückschlag dar. Ein Boeing-Sprecher sagte, ein Riss in der Cockpitscheibe komme auch in anderen Flugzeugen immer mal wieder vor. Dies sei kein Zeichen für grundlegende Schwierigkeiten.

Am Donnerstag hatte Boeing-Chefingenieur Mike Sinnett öffentlich das nach Listenpreis gut 200 Millionen Dollar teure Vorzeigemodell des Konzerns verteidigt. Sinnett betonte, das Flugzeug sei absolut sicher. Er räumte aber ein, dass die in dem Flugzeug eingesetzten Lithium-Ionen-Batterien bei Überhitzung Feuer fangen können und nur schwer zu löschen seien. Trotzdem seien sie die richtige Wahl.

Erste Landung in Zürich

Boeing setzt im Dreamliner auf die neue Batterietechnologie statt auf traditionelle Hydrauliksysteme. Dadurch wird das Gewicht des Flugzeugs reduziert und beim Flug Kerosin gespart. Boeing hatte den Dreamliner nach jahrelanger Verzögerung Ende 2011 an den Start gebracht. Ende 2012 hatten die Amerikaner 848 Maschinen dieses Typs verkauft und 49 ausgeliefert.

In der Schweiz soll am kommenden Montag zum ersten Mal ein Dreamliner der Fluggesellschaft Qatar Airways landen.

Einige Experten stimmen Boeings Einschätzung zu, dass es sich bei den jüngsten technischen Problemen um normale Anfangsschwierigkeiten bei neuen Flugzeugtypen handelt. Von anderer Seite wird dagegen ein Vertrauensverlust in der Öffentlichkeit befürchtet.