Wirtschaft

Ringier steigert digitalen Erlös, macht aber weniger Umsatz

Laut eigenen Angaben war 2019 für Ringier trotz rückläufiger Werbeeinnahmen und gesunkenem Umsatz ein solides Geschäftsjahr.

Laut eigenen Angaben war 2019 für Ringier trotz rückläufiger Werbeeinnahmen und gesunkenem Umsatz ein solides Geschäftsjahr.

Der Medienkonzern konnte im Geschäftsjahr 2019 den digitalen Erlös erneut steigern. Dafür erzielte Ringier einen geringeren Umsatz. Die Coronakrise habe auf einzelne Geschäftsbereiche teils gravierende Auswirkungen gehabt.

(dpo) Die Ringier-Gruppe habe im Geschäftsjahr 2019 den digitalen Anteil des Betriebsgewinns zum siebten Mal in Folge steigern können. Nun betrage er 72 Prozent, wie der Medienkonzern, welcher auch den «Blick» herausgibt, am Mittwoch mitteilte. Die Digitalerlöse seien im Vergleich zum Vorjahr 2018 um 38,5 Millionen Franken gestiegen. Der Betriebsgewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisationen (Ebitda) erhöhte sich um 1,1 Millionen auf insgesamt 114,1 Millionen und die Ebitda-Marge nahm um 0,3 Prozentpunkte auf 11,6 Prozent zu.

Dagegen fiel der Umsatz im Berichtsjahr mit 984,8 Millionen um 19,4 Millionen geringer aus als im Vorjahr 2018. Dies sei auf den rückläufigen Werbemarkt und geringere Druckerlöse zurückzuführen, schreibt Ringier. Dementsprechend gingen die Anzeigenerlöse um 14,1 Millionen zurück.

Ausmass der Coronakrise noch nicht bezifferbar

Trotz rückläufiger Werbeeinnahmen und gesunkenem Umsatz sei 2019 für Ringier ein solides Geschäftsjahr gewesen, heisst es in der Mitteilung. «Wie erfolgreich ein Unternehmen die notwendige digitale Transformation meistert, zeigt sich an der Kennzahl des Ebitda-Digitalanteils», lässt sich CEO Marc Walder zitieren. Mit 72 Prozent zähle Ringier heute zu den am konsequentesten transformierten Medienunternehmen in Europa.

Das Ausmass der Coronakrise auf die wirtschaftliche Ertragslage von Ringier lasse sich noch nicht beziffern, heisst es in der Mitteilung. Das Medienunternehmen geht von einem substanziellen zweistelligen Millionenbetrag aus. Im März seien die Werbeeinnahmen massiv eingebrochen und durch die Absage von Grossveranstaltungen hätten Businessbereiche wie Ticketcorner ihrem Geschäft kaum mehr nachgehen können, schreibt Ringier weiter.

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