Mietzinsen

Referenzzinssatz verharrt auf Rekordtief von 2,0 Prozent

Die Mieten bleiben in der Schweiz stabil (Symbolbild)

Die Mieten bleiben in der Schweiz stabil (Symbolbild)

Die Mieten in der Schweiz bleiben stabil. Beim Referenzzinssatz gilt für die nächsten drei Monaten weiterhin ein Wert von 2,0 Prozent, wie das Bundesamt für Wohnungswesen (BWO) am Montag bekannt gab. Dieses Niveau dürfe für längere Zeit nicht steigen.

Der Referenzzinssatz ist Richtgrösse für Mietzinsänderungen in der Schweiz. Da der Wert sich nicht verändert, gibt es weder einen neuen Senkungs- noch einen Erhöhungsanspruch, wie es in der Mitteilung heisst.

Vor einem halben Jahr war der Referenzzinssatz um 0,25 Prozentpunkte gesenkt worden - seit Einführung der Messgrösse im 2008 ist das Niveau stetig gesunken.

Bund rechnet mit stabiler Entwicklung

Das BWO stützt sich beim Referenzzinssatz auf den vierteljährlich erhobenen Durchschnittszinssatz der inländischen Hypotheken. Der nächste Referenzzinssatz wird am 2. Juni 2014 publiziert. Er bleibt auf dem heutigen Niveau, bis der Durchschnittszinssatz 1,88 Prozent unter- oder 2,12 Prozent überschreitet.

Das aktuelle Niveau dürfte bis zu zwei Jahre stabil bleiben, sagte der Leiter Recht des BWO, Cipriano Alvarez, der Nachrichtenagentur sda. Der Referenzzinssatz ist ein relativ stabiler Wert, weil die Mehrheit der Hypothekarverträge in der Schweiz eine lange Laufzeit haben.

Alvarez schliesst aber dennoch nicht aus, dass der Referenzzinssatz um weitere 0,25 Prozentpunkte sinkt. Denn der Durchschnitt der Hypothekarzinsen Ende 2013 ist gegenüber dem Vorquartal von 2,06 auf 2,02 Prozent gesunken - verringert sich dieser Wert bis auf 1,87 Prozent, wird der Referenzzinssatz nach unten angepasst.

Mieterverband fordert Mieter zum Handeln auf

Der Mieterverband appellierte an die Mieterinnen und Mieter, Mietzinssenkungen einzufordern. Seit 2009 sei der Referenzzinssatz sechs Mal um einen Viertel Prozentpunkt gesenkt worden. Jede Senkungsrunde sollte zu knapp drei Prozent tieferen Mieten führen.

Dies ist gemäss dem Verband aber nicht eingetreten. "Die massiven Einsparungen durch den viel tieferen Hypothekarzins bleiben weitgehend bei den Vermietern hängen", heisst es in der Mitteilung des Schweizerischen Mieterinnen- und Mieterverbands (SMV).

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