Energiekonzern

Reaktionen zum Verkauf: «Alpiq hat eine sehr gute Kuh im Stall verkauft»

Alpiq verkauft sein Industriegeschäft – der Solothurner CVP-Nationalrat Stefan Müller-Altermatt findet das nicht richtig.

Alpiq verkauft sein Industriegeschäft – der Solothurner CVP-Nationalrat Stefan Müller-Altermatt findet das nicht richtig.

Der Oltner Energiekonzern Alpiq wird wieder zum Stromkonzern. Alpiq sieht im Verkauf des Industriegeschäfts für 850 Millionen Franken nur Vorteile. Einige Politiker sehen dies jedoch anders.

Der Energiekonzern Alpiq hat am Montag bekannt gegeben, dass er das Industriegeschäft an den Baukonzern Bouygues verkauft. Die Franzosen zahlen 850 Millionen Franken, womit Alpiq nun schuldenfrei werden kann. Der Solothurner CVP-Nationalrat Stefan Müller-Altermatt sagt gegenüber der "Neuen Zürcher Zeitung", es sei fraglich, wie nachhaltig die Strategie sei, rentable Teile abzustossen, um unrentable zu retten. Er ist überzeugt: «Alpiq hat eine sehr gute Kuh im Stall verkauft.»

Auch die Zürcher SP-Nationalrätin Jacqueline Badran kritisiert den Entscheid von Alpiq. Besonders stört sie, dass es sich beim Käufer um einen ausländischen Bauriesen handle. «Das ist ein No-GO», sagt sie. Damit werde Volksvermögen weggegeben.

Der Aargauer SVP-Nationalrat Hansjörg Knecht hingegen unterstützt den Verkauf des Industriegschäfts. Der NZZ sagt er: «Alpiq hat sich Luft verschafft, um die Durststrecke zu überstehen.» Auch für den Berner FDP-Nationalrat Christian Wasserfallen ist dieser Schritt, von dem in der Schweiz 4420 Beschäftigte betroffen sind, richtig und offenbar nötig.

Er schränkt aber ein: «Es kann keine Option sein, dass der Konzern in einem nächsten Schritt beim Staat die hohle Hand macht.» Der Berner SVP-Nationalrat Albert Rösti hingegen könnte sich eine Entlastung bei den Steuern und Abgaben verstellen. Insbesondere beim Wasserzins könne man eine Entlastung ins Auge fassen, sagt er. Die Veräusserung des Industriegeschäfts bezeichnet er als «Befreiungsschlag». (sga)

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