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Raiffeisen musste für Notenstein 577 Millionen hinblättern

Raiffeisen blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück: 2012 hat die Bank ihren Gewinn um 6,6 Prozent auf 635 Millionen Franken gesteigert. Dazu beigetragen hat die Übernahme der Privatbank Notenstein, wofür Raiffeisen 577 Millionen auf den TIsch legte.

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Pierin Vincenz enthüllt erstmals den Kaufpreis für Notenstein.

Pierin Vincenz enthüllt erstmals den Kaufpreis für Notenstein.

Keystone

Raiffeisen-Chef Pierin Vincenz präsentierte die Zahlen am Freitag in St. Gallen. Raiffeisen habe erneut an Stärke gewonnen. "Gut angedockt" habe die Bank Notenstein. Raiffeisen hatte das nicht-amerikanische Geschäft der St. Galler Privatbank Wegelin vor einem Jahr für 577 Millionen Franken gekauft.

Diese setzten sich zusammen aus 389 Mio. Franken für die Substanz der Bank, 155 Mio. Franken für die verwalteten Vermögen - dies entspricht 0,75 Prozent der 21 Mrd. Franken - sowie zu erwartenden Steuern von 33 Mio. Franken.

Raiffeisen flossen 2012 reichlich neue Spar- und Anlagegelder zu: Dieser Bilanzposten wuchs um 11,4 Prozent auf 103 Mrd. Franken. Der Betriebsertrag stieg auf 2,7 Mrd. Franken (+7,9 Prozent), was laut Raiffeisen massgeblich auf die Akquisition von Notenstein zurückzuführen ist.

Insbesondere das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft (+51 Prozent) sowie das Handelsgeschäft (+39 Prozent) entwickelten sich stark. Hauptertragspfeiler blieb aber das Zinsengeschäft, dessen Erfolg um 0,8 Prozent auf 2,09 Mrd. Franken zunahm.

Zinsengeschäft macht 77 Prozent aus

Das Zinsengeschäft machte bei der Gruppe noch 77 Prozent (Vorjahr 83 Prozent) aus. Im Hypothekengeschäft wuchsen die Raiffeisenbanken mit dem Markt um 5,8 Prozent. Sorge bereite die auf 1,3 Prozent geschrumpfte Zinsmarge, sagte Marcel Zoller, Leiter des Departements Finanzen.

Der Geschäftsaufwand stieg auf 264 Mio. Franken (+17,4 Prozent). Hier schlug die Übernahme von Notenstein zu Buch, ebenso ein einmaliger Beitrag von 80 Mio. Franken an die Raiffeisen-Pensionskasse. Dieser Beitrag drückte den Bruttogewinn auf 927 Mio. Franken (-6,6 Prozent).

Dennoch blieb unter dem Strich ein Gruppengewinn von 635 Mio. Franken (+6,6 Prozent). Positiv wirkte sich aus, dass Raiffeisen seine Beteiligungen an Helvetia und Bank Vontobel marktbedingt um 56 Mio. Franken aufwertete. Die Bilanzsumme stieg um knapp 8 Prozent auf 168 Mrd. Franken.

Die vor einem Jahr übernommene Privatbank Notenstein erwirtschaftete bei einem Betriebsertrag von 183,3 Mio. Franken einen Bruttogewinn von 46 Mio. Franken. Als erfreulich bezeichnete Pierin Vincenz, dass Notenstein die verwalteten Vermögen von 21 Mrd. Franken halten konnte.

Keine Angst vor Strafverfahren in USA

Mit Erleichterung sieht Vincenz dem Abschluss des Strafverfahrens gegen Wegelin in den USA entgegen, das in Kürze erwartet wird. Für das laufende Jahr rechnet der Raiffeisen-Chef mit stabilen Erträgen. Raiffeisen plant die Eröffnung von sieben neuen Filialen, unter anderem in Genf, Muri bei Bern, Pfäffikon und Rorschach SG.

Zur Raiffeisen-Gruppe gehören 321 genossenschaftlich organisierte Banken mit 1084 Geschäftsstellen. Von den 3,7 Millionen Kundinnen und Kunden sind knapp die Hälfte Genossenschafter. Die Raiffeisen-Gruppe beschäftigt 10'540 Mitarbeitende.

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