Nach der Erneuerung des Verwaltungsrats und den Veränderungen in der Geschäftsleitung setzt Raiffeisen Schweiz die eingeschlagene Weiterentwicklung fort. Wie unsere Zeitung berichtete, setzt die Bank auf ein Reformprojekt, mit dem bis 2020 Einsparungen von bis zu 100 Millionen Franken realisiert werden sollen.

In einer Mitteilung schreibt die Bank von einer optimierten Organisation, die sie anstrebe. Sie wolle noch damit noch stärker auf die Kundinnen und Kunden, die Raiffeisenbanken und den Markt fokussieren.

Klare Ausrichtung auf Raiffeisenbanken, Markt und Endkunden

Künftig zeichnen zwei Departemente ausschliesslich für die Bedürfnisse der Raiffeisenbanken und der direkt von Raiffeisen Schweiz betreuten Kunden verantwortlich. Das Departement «Raiffeisenbank Services» wird neu geschaffen und beinhält Funktionen wie Vertriebsunterstützung und Marketing.

Die Besetzung der Departementsleitung erfolgt bis Juli 2019. Mit dem neuen Departement «Firmenkunden & Niederlassungen» werden sämtliche Dienstleistungen, welche Raiffeisen Schweiz gegenüber Kunden direkt erbringt, zusammengefasst. Urs Gauch wird das Departement leiten.

Neuorganisation per 1. Juli

Diese beiden Departemente werden durch die Einheiten «Produkte & Investment Services» sowie «Treasury & Markets» unterstützt. Das Departement «Produkte & Investment Services» ist für die Erbringung von innovativen Produkten und Dienstleistungen in den Bereichen Wohnen, Vorsorgen und Vermögen sowie die Stärkung des Anlagegeschäfts besorgt. «Treasury & Markets» kümmert sich um markt- und handelsorientierte Themen. Die Departemente werden interimistisch von Roland Altwegg beziehungsweise Werner Leuthard verantwortet.

Die Departemente «Finanzen & Personal», «Risiko & Compliance» sowie «IT & Services» stellen die Infrastruktur und unterstützenden Funktionen der gesamten Gruppe zur Verfügung. Die Neuorganisation tritt per 1. Juli 2019 in Kraft.

Bis zu 200 Stellen sollen abgebaut werden

Durch eine systematische Überprüfung der Personal- und Sachkosten will Raiffeisen Schweiz ein Sparziel von bis zu 100 Millionen Franken erreicht werden. Maximal werden bei Raiffeisen Schweiz 200 Stellen von einem Abbau betroffen sein. Ein substanzieller Teil des Abbaus soll gemäss Mitteilung durch natürliche Fluktuation und (Früh-)Pensionierungen erreicht werden. Das Effizienzprogramm soll 2020 abgeschlossen werden.

Die Massnahmen werden unabhängig vom Programm «Reform 21», welches die strategische Entscheidungsfindung sowie die Governance in der gesamten Raiffeisen Gruppe klären soll, verfolgt. (pd/lw)