Wirtschaft

Raiffeisen-Anlageausblick: Tiefzinsen drücken immer stärker auf Rendite

Matthias Geissbühler, Chief Investment Officer der Raiffeisen Schweiz

Matthias Geissbühler, Chief Investment Officer der Raiffeisen Schweiz

Der Finanzchef von Raiffeisen Schweiz sieht die Gesamtrenditen zunehmend in Gefahr. Dafür verantwortlich: hohe Bewertungen und politische Unsicherheiten. Das fordere die Anleger 2020 heraus.

Gemäss Matthias Geissbühler, Chief Investment Officer (CIO) von Raiffeisen Schweiz, steht das Aktienjahr 2020 ganz im Zeichen der US-Präsidentschaftswahl im November. «Es wird das politische Risiko-Ereignis des Jahres sein und seine Schatten auf die Märkte vorauswerfen», erklärt Geissbühler in einer Medienmitteilung. «Die Volatilität an der Börse wird deshalb besonders in der Sommermonaten und im Herbst deutlich steigen.»

Raiffeisen rechnet im Durchschnitt mit einem moderaten Wachstum der Weltwirtschaft von knapp 3%. Die Schweizer Wirtschaft werde um 1,3% wachsen, so die Einschätzung von Raiffeisen. Allerdings werde eine Rezession vermieden. Die Inflationsraten werden sich ebenfalls auf tiefem Niveau und unter der 2% Ziellinie der Notenbanken bewegen.

Deshalb rechnet CIO Geissbühler nicht mit Zinserhöhungen durch die Notenbanken: «Die Tiefzinsen werden noch eine längere Zeit Bestand haben und ein Japan-Szenario wird in Europa immer wahrscheinlicher. Der Anlagenotstand, und damit die Suche nach Rendite, bleiben also auch 2020 bestehen.» (dpo)

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