Der Abbau ist Teil eines "Restrukturierungsplans", durch den die kürzlich von Nokia übernommene Handy- und Tabletsparte in den Konzern eingegliedert werden solle, teilte das Unternehmen weiter mit. Ein Grossteil der Streichungen wird auch auf Nokia entfallen. Der Abbau werde 1,1 bis 1,6 Milliarden Dollar vor Steuern kosten.

Microsoft gab damit die schwersten Einschnitte seiner 40-jährigen Konzerngeschichte bekannt. Bisher zählt das Unternehmen 127'000 Angestellte weltweit. Von der Entlassungswelle ist also etwa jeder siebte Beschäftigte betroffen.

Die Stellenstreichungen seien "schwierig, aber notwendig", um den Konzern strategisch neu auszurichten, schrieb Microsoft-Chef Satja Nadella in einer E-Mail an die Angestellten. Microsoft hatte die Handy-Sparte von Nokia im April übernommen, um auf dem immer wichtiger werdenden Markt für Smartphones und Tabletrechner Anschluss an die Konkurrenz zu finden.

Keine Angaben zu betroffenen Standorten

Microsoft macht keine Angaben, in welchen Ländern Stellen abgebaut werden. In der Schweiz arbeiten 620 Personen, davon 400 in Wallisellen ZH, einige in Zürich, Bern, Genf und Basel.

Microsoft könne ausser dem weltweiten Stellenabbau von 18'000 keine weiteren Angaben machen, sagte eine Sprecherin auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Die Stimmung innerhalb des Unternehmens wollte sie nicht kommentieren.

Die Mitarbeiter in der Schweiz arbeiten vor allem im Marketing und im Vertrieb.