Ukraine

Rabiates Handgemenge bei Parlamentsdiskussion in der Ukraine

Oppositionsabgeordnete versuchten die Sitzung des ukrainischen Parlaments durch eine Besetzung des Präsidiums zu blockieren. Anlass waren Diskussionen über den umstrittenen Handel mit Agrarland.

Oppositionsabgeordnete versuchten die Sitzung des ukrainischen Parlaments durch eine Besetzung des Präsidiums zu blockieren. Anlass waren Diskussionen über den umstrittenen Handel mit Agrarland.

Im ukrainischen Parlament ist eine Diskussion um den Handel mit Agrarland zu einem rabiaten Handgemenge zwischen Abgeordneten ausgeartet.

Auslöser war der Versuch von Oppositionsabgeordneten um die Ex-Regierungschefin Julia Timoschenko die Sitzung durch eine Besetzung des Präsidiums zu blockieren, berichten örtliche Medien am Donnerstag.

Mehrere Abgeordnete der Regierungspartei Diener des Volkes von Präsident Wolodymyr Selenskyj wollten das verhindern und stellten sich den Parlamentskollegen der Timoschenko-Partei handfest in den Weg.

Handgreiflichkeiten bis hin zu Schlägereien haben in der Obersten Rada in Kiew eine lange Tradition. Immer wieder gibt es Aufrufe, Debatten mit Worten und nicht mit Fäusten auszutragen.

Die Freigabe des Handels mit Ackerland ist in dem durch fruchtbare Schwarzerdeböden geprägten osteuropäischen Land umstritten. In Umfragen ist eine Mehrheit der Ukrainer dagegen. Die Regierung erhofft sich aber Investitionen und einen Schub für den Landwirtschaftssektor.

In der Ex-Sowjetrepublik wurden bisherige Vorhaben dazu immer wieder aufgeschoben. Präsident Selenskyj hatte die Einrichtung eines Bodenmarktes jedoch zur Priorität erklärt.

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