Kunststoff-Industrie

Quadrant mit 12,7 Millionen Franken Verlust im ersten Quartal

Hauptsitz der Quadrant in Zürich

Hauptsitz der Quadrant in Zürich

Der Spezialkunststoff-Hersteller Quadrant ist im ersten Quartal tief in die roten Zahlen gerutscht. Das Unternehmen schrieb einen Reinverlust von 12,7 Mio. Franken. Im Vorjahreszeitraum hatte noch ein Gewinn von 9,2 Mio. Fr. resultiert.

Operativ resultierte ebenfalls ein Verlust: Das Betriebsergebnis (EBIT) belief sich auf ein Minus von 12,8 Mio. Franken, nach einem Plus von 19,1 Mio. Fr. ein Jahr zuvor, wie dem vollständigen Geschäftsbericht zu entnehmen ist. Der Umsatz ging, wie Anfang Mai publiziert, von 203,5 Mio. Fr. auf 119,8 Mio. Fr. zurück.

Die Sparte High Performance Plastics erzielte einen Betriebsverlust von 11,0 Mio. Fr. und die Sparte Plastic Composites & Pipes ein Minus von 2,2 Mio. Franken. Zentrale Dienstleistungen lagen mit 0,39 Mio. Fr. im Plus.

Einen Ausblick wagt Quadrant nicht; dies sei im "intransparenten Umfeld der Weltwirtschaftskrise nicht möglich". Die Umsätze hätten sich auf tiefem Niveau konsolidiert, doch gebe es weiterhin keine Anzeichen für eine rasche Erholung.

Quadrant soll von seinen Gründern und der japanischen Mitsubishi Plastics übernommen werden. Die Quadrant-Gründer Adrian Niggli, Arno Schenk, René-Pierre Müller und Verwaltungsrat Walter Grüebler haben die Hälfte ihrer Aktien für 114.50 Fr. je Titel an Mitsubishi Plastics verkauft. Den übrigen Aktionären, darunter der Schaffhauser Unternehmer und Investor Giorgio Behr, wird 86 Fr. je Aktie geboten.

Die vier Verwaltungsräte und der japanische Konzern gründeten für die Übernahme die Gesellschaft Aquamit. Nach der vollständigen Übernahme, der sich Grossaktionär Behr widersetzt, soll Quadrant von der Schweizer Börse verschwinden.

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