Die Demonstranten riefen: "Befreit die 23!" Menschenrechtsgruppen zufolge drohen den Angeklagten, von denen die meisten seit ihrer Festnahme im Januar inhaftiert sind, bis zu fünf Jahre Haft, vornehmlich wegen "vorsätzlicher Gewalt".

Vier Menschen waren getötet worden, als die kambodschanische Polizei Anfang Januar das Feuer auf streikende Arbeiter eröffnet hatte. Sie hatten die Einführung eines Mindestlohns in Höhe von umgerechnet 143 Franken im Monat gefordert.

Der Internationale Gewerkschaftsbund hatte nach der Festnahme der Arbeiter eine Kampagne zu deren Freilassung gestartet. In Kambodscha lassen auch internationale Marken wie Gap, Nike und H&M Kleidung herstellen.