Bevor die IBAarau AG in die Modernisierung ihres seit 1894 bestehendes Kraftwerks investieren kann, muss die 2014 auslaufende Konzession erneuert werden. Das dem Konzessionsgesuch zugrunde liegende Erneuerungsprojekt ist im Juni 2008 vorgestellt worden und mittlerweile das Vorprüfungsverfahren in den Kantonen Aargau und Solothurn sowie beim Bund durchlaufen. Mit den Planungsarbeiten liegt man laut IBAarau AG im Zeitplan. Zu Beginn des nächsten Jahres soll das definitive Projekt vorgestellt und eingereicht werden.

Die Modernisierung soll in Etappen ab 2015 erfolgen und sieht vorab eine Leistungsteigerung um von bisher 108 auf neu 125,4 Gigawattstunden vor. Über ein ganzes Jahr gesehen entspricht dieses Menge knapp dem Gesamtverbrauch von Aarau.

Neben dem Neubau der Zentrale 2 inklusive des Ersatzes der bestehenden Turbinen soll auch das bestehende Wehr saniert und die Aussenhülle erneuert werden. Letzteres bringt auch lärmschutztechnische Verbesserungen für die Anwohner.

Mit dem Ausbau ist eine ökologische Aufwertung verbunden. So soll im Schönenwerder Schachenwald ein naturnahes Gerinne entstehen, die Restwassermenge in der alten Aare erhöht und sollen Uferaufwertungen vorgenommen werden. (to)