Fairer Handel

Produkte von Max Havelaar 2013 stark auf dem Vormarsch

Der Umsatz bei den Fairtrade-Bananen ist gestiegen (Archiv)

Der Umsatz bei den Fairtrade-Bananen ist gestiegen (Archiv)

Fair gehandelte Produkte haben in der Schweiz 2013 erneut stark zugelegt. Der Umsatz von Produkten der Max Havelaar Stiftung konnte gegenüber dem Vorjahr um fast 16 Prozent auf 434 Mio. Fr. gesteigert werden.

Im Durchschnitt gab jede Person in der Schweiz rund 53 Fr. für Fairtrade zertifizierte Produkte aus, wie Max Havelaar am Montag mitteilte. Im Vorjahr waren es noch 47 Fr. pro Kopf gewesen.

Stark zugelegt haben Bananen mit dem Max-Havelaar-Logo. Hier konnte der Umsatz um rund 13 Prozent auf über 96 Mio. Fr. gesteigert werden. Fairtrade-Bananen erreichen in der Schweiz demnach einen Marktanteil von über 54 Prozent. Das ist ein internationaler Spitzenwert.

Der Anstieg ist unter anderem der Gastronomie zu verdanken. Restaurants bieten vermehrt Fairtrade-Bananen an, wie eine Max-Havelaar-Sprecherin auf Anfrage sagte. Die Grossverteiler Coop und Migros hätten zudem zertifizierte Baby-Bananen eingeführt.

Bei den Fruchtsäften betrug das Umsatzplus auf 48 Mio. Fr. sogar knapp 37 Prozent. Max-Havelaar machte hier etwa Sortimentsumstellungen bei den Grossverteilern verantwortlich. Bei den Blumen (rund 79 Mio. Fr.) und beim Kaffee (rund 47 Mio. Fr.) blieben die Umsätze hingegen stabil.

Handlungsbedarf besteht laut Max Havelaar insbesondere bei Kakao und Baumwolle, wo die Marktanteile immer noch im tiefen einstelligen Bereich liegen. Ein Grund dafür sei, dass in der Vergangenheit nur ganze Produkte, nicht aber einzelne Zutaten, zertifiziert werden konnten. Ein Joghurt mit dem Label musste etwa nebst Kakao auch alle andern Zutaten - sofern verfügbar - in Fairtrade-Qualität enthalten.

Dieses Dilemma konnte nun gelöst werden. Seit Anfang Jahr werden die Zutaten Kakao, Zucker und Baumwolle einzeln zertifiziert. Max-Havelaar-Geschäftsleiterin Nadja Lang ist laut Communiqué überzeugt, damit einen Durchbruch zu erreichen. Davon würden vor allem Kleinbauern profitieren.

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