Kleiderindustrie

Probleme bei Aubade drücken Gewinn von Calida - Kerngeschäft solide

Calida im Kerngeschäft weiter solide (Symbolbild)

Calida im Kerngeschäft weiter solide (Symbolbild)

Die Restrukturierung seiner französischen Tochter Aubade hat dem Wäschehersteller Calida einen Millionenverlust beschert: Unter dem Strich resultierte 2009 ein Minus von 39 Mio. Franken, wie Calida mitteilte. Der Umsatz sank um 7,2 Prozent auf 213 Mio. Franken.

Der starke Franken belastete das Ergebnis: Währungsbereinigt betrug der Umsatzrückgang nur 3,5 Prozent. Vor einem Jahr hatte Calida noch einen Reingewinn von 10,6 Mio. Fr. erzielt.

Ohne die Probleme bei seiner französischen Luxus-Lingerie-Tochter Aubade hätte das Unternehmen auf operativer Ebene im vergangenen Jahr stark zugelegt: Der Betriebsgewinn (EBIT) stieg um 31,4 Prozent auf 20,9 Mio. Franken.

Calida hatte im Juni angekündigt, dass es wegen Aubade rund 60 Mio. Fr. werde abschreiben müssen. Das Luzerner Unternehmen strich am Aubade-Standort in Westfrankreich rund 100 Stellen und nahm Abschreiber auf imateriellen Vermögenswerten vor.

Nun sei die Integration von Aubade in die Calida-Gruppe vollzogen, wie es in der Mitteilung des Herstellers von Pyjamas und Unterwäsche weiter heisst.

Die Kernmarke Calida verzeichnete einen realen Umsatzrückgang von 1,7 Prozent auf 150,4 Mio. Franken. Die Calida-Läden erzielten währungs- und flächenbereinigt ein Umsatzwachstum von 4 Prozent. Aubade verzeichnete währungsbereinigt einen Umsatzrückgang von 7,5 Prozent, wie es ohne weitere Zahlenangabe heisst.

Für das laufende Jahr rechnet Calida mit einer "flachen" Marktentwicklung angesichts der unsicheren wirtschaftlichen Aussichten. Die Gruppe will vermehrt in die Retail-Strategie mit eigenen Läden sowie neue Produktsegmente investieren.

Meistgesehen

Artboard 1