Saudi-Arabien will sich im grossen Stil von Unternehmensbeteiligungen trennen und damit seine Abhängigkeit von Einnahmen aus dem Ölexport verringern. Doch knapp zwei Jahre nach der Ankündigung durch Kronprinz Mohammed bin Salman kommt das Projekt nach Einschätzung von Bankern, Investoren und Experten nur im Schneckentempo voran.

"Vision 2030" soll insgesamt rund 300 Milliarden Dollar in die Staatskasse spülen, davon 200 Milliarden durch Privatisierungen unter anderem der Post, von Häfen und Energie-Unternehmen. Zudem will die Regierung in Riad fünf Prozent des Ölkonzerns Saudi Aramco an die Börse bringen und damit weitere 100 Milliarden Dollar einnehmen.