Wegen Negativzinsen

Postfinance verlangt jetzt auch für Vereine Gebühren

Die PostFinance will nun auch Geld von den Vereinen.

Die PostFinance will nun auch Geld von den Vereinen.

Vereinskonten ab einem Jahresguthaben von 7500 Franken waren bei Postfinance bislang kostenlos. Damit ist jetzt Schluss: Bald kostet die Kontoführung 60 Franken im Jahr. Das gab die Post-Tochter am Montag bekannt.

Viele Vereine in der Schweiz haben ein Konto bei der Postfinance. Bisher war die Kontoführung bei der Schweizerischen Post für Geschäfts- und Vereinskonten ab einem durchschnittlichen Jahresguthaben von 7500 Franken kostenlos. Nun werden diese Preise ab 2016 angepasst. Neu kostet die Kontoführung 60 Franken im Jahr. Dies gab die Post-Tochter heute bekannt.

Grund für diese Verschärfung der Konditionen ist das Zinsumfeld. «Die Zinsen an den nationalen und internationalen Finanzmärkten befinden sich weiterhin auf einem historischen Tiefstand und sind teilweise sogar negativ», schrieb Postfinance am Montag in einer Mitteilung. Dies führe aufgrund fehlender Anlageopportunitäten zu einem anhaltenden Ergebnisdruck.

Gleichzeitig kündigte Postfinance an, dass die Zinsen von Sparkonten – einmal mehr – gesenkt werden: Für das gewöhnliche Sparkonto bei Privaten gibt es statt 0,1 Prozent nur noch 0,05 Prozent. Für Geschäftskonten und Vereinskonten gibt es sogar keinen Zins mehr. Rechnet man die Kontoführungsgebühren dazu, kommt man faktisch auf einen negativen Zins.

Ebenfalls per 1. Januar 2016 werden die Gebühren bei einzelnen Dienstleistungen, die laut Postfinance nicht kostendeckend seien, angepasst. Betroffen sind Zahlungsrückweisungen, Nachforschungen, Stornierungen, Postchecks aber auch Kontoauszüge auf Papier. Wer weiterhin einen monatlichen Auszug wünscht, bezahlte bisher nichts. Neu werden dafür 3 Franken verlangt. Wird ein täglicher Auszug verlangt, kostet das neu 24 statt nur 6 Franken.

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