Ab Anfang 2019 müssen die drei Banken Kapital für eine allfällige Sanierung und Abwicklung - sogenanntes "Gone-concern-Kapital" - halten. Der Bundesrat hat an seiner Sitzung am Mittwoch die Änderung der Eigenmittelverordnung verabschiedet.

Die "Gone-concern"-Kapitalanforderungen sollen sicherstellen, dass eine in Schwierigkeiten geratene Bank ohne finanzielle Mithilfe des Staates geordnet saniert und abgewickelt werden kann, teilte der Bundesrat am Mittwoch mit. Für die Grossbanken UBS und Credit Suisse waren die entsprechenden Kapitalanforderungen bereits 2016 eingeführt worden.

Die Höhe der neuen Anforderungen spiegeln die schon heute geltenden "Going-concern"-Kapitalanforderungen, welche die Fortsetzung der Geschäftstätigkeit bei grösseren Verlusten sicherstellen. Anders als bei den Grossbanken erfolge die Spiegelung aber nur zu 40 Prozent, da die inlandorientieren Banken international weniger verflochten seien, heisst es.

Mit der Überarbeitung der Eigenmittelverordnung hat der Bundesrat zudem die Behandlung von Beteiligungen systemrelevanter Banken an ihren Tochtergesellschaften neu geregelt. Der bisherige Abzug von den Eigenmitteln wird durch eine Risikogewichtung ersetzt. Zudem werden Gruppengesellschaften, die notwendige Dienstleistungen für eine Weiterführung der Geschäftsprozesse einer Bank erbringen, neu der Aufsicht der Finanzmarktaufsicht Finma unterstellt.

Über die entsprechenden Anforderungen für die Stammhäuser der beiden Grossbanken wird der Bundesrat im kommenden Jahr entscheiden.