Mit der Farbaktion am Donnerstag wollten die Chauffeure laut syndicom das ungerechte Zweiklassensystem bei PostAuto sichtbar machen. Unter dem Slogan "Ich bin kein PostAuto" sei "auf hohe Unterschiede bei Lohn und Anstellungsbedingungen" zwischen dem Personal der privaten Postautounternehmen (PU) und Regiebetrieben der PostAuto Schweiz AG aufmerksam gemacht worden.

Die PostAuto AG hat Teile ihres Liniennetzes Subunternehmen übertragen. Deren rund 1500 Fahrer unterstehen nicht dem Gesamtarbeitsvertrag (GAV), sondern einem Personalreglement. Dieses bietet weniger Lohn und Sozialleistungen.

Das Fahrpersonal der privaten Postautounternehmen und die Gewerkschaft syndicom fordern seit längerer Zeit, dass das Personal der privaten Unternehmen ebenfalls dem GAV unterstellt wird.

Die Gewerkschaft syndicom wertete den Aktionstag als Erfolg, wie sie am Donnerstag mitteilte. Besonders hoch sei die Beteiligung im Bündnerland, im Jura und im Tessin gewesen; zurückhaltender sei die Reaktion im Mittelland ausgefallen.

Im Unterwallis haben die privaten Postautochefs nach Angaben von syndicom mit Druck und Drohungen das Personal bei Dienstantritt vor Ort eingeschüchtert.