Damit reagiert das Unternehmen auf den Bundesratsentscheid, E-Voting bis auf weiteres nicht als ordentlichen Stimmkanal einzuführen. Unter dieser Voraussetzung ist der Aufwand für zwei Systeme zu gross und macht ökonomisch keinen Sinn, wie die Post am Freitag mitteilte.

Das neue System mit universeller Verifizierbarkeit will die Post den Kantonen ab 2020 für den Versuchsbetrieb anbieten. Ursprünglich war geplant, ab 2020 schrittweise auf das neue System umzusteigen.

Die Post unterzog dieses System im Frühling einem öffentlichen Intrusionstest. 3000 internationale Hacker bissen sich an ihm nach Postangaben die Zähne aus. Im Quellcode wurden allerdings schwere Fehler entdeckt.

Das bisherige System stand in den Kantonen Neuenburg, Freiburg, Thurgau und Basel-Stadt im Einsatz. In ihm war nur die individuelle Verifizierbarkeit möglich. Dabei erhalten die Stimmenden zusammen mit den Abstimmungsunterlagen Prüfcodes auf Papier. Diese vergleichen sie beim Abstimmen mit den Codes auf dem Bildschirm und wissen so, dass die Stimme korrekt in der Urne landete.

Das neue System verfügt zusätzlich über die universelle Überprüfbarkeit. Mit ihr können die Wahlbehörden prüfen, ob Stimmen in der elektronischen Urne manipuliert wurden. Das ist mit einer Nachzählung der Stimmzettel vergleichbar.