Autoindustrie

Porsche zahlt Mitarbeitern nach Milliardenverlust weniger Prämie

Porsche zahlt weniger Prämie (Archiv)

Porsche zahlt weniger Prämie (Archiv)

Nach Milliarden-Buchverlusten muss die Belegschaft von Porsche den Gürtel etwas enger schnallen. Das Unternehmen senkte die jährliche Sonderzahlung, mit der die Mitarbeiter am Erfolg des Unternehmens beteiligt werden, auf 1100 Euro, wie Porsche mitteilte.

Vor einem Jahr hatte es noch 6000 Euro für jeden der 8000 Mitarbeiter gegeben, davon 1500 als Bonus zum 60-jährigen Jubiläum der Marke "Porsche" und 700 Euro für die damaligen Milliardengewinne mit VW-Papieren.

Der Sportwagenproduzent begründete die Sonderzahlung mit der zweistelligen operativen Umsatzrendite im Kerngeschäft der Porsche AG. "Die Bereitschaft der Belegschaft zur Flexibilität bei der Anpassung an die Wirtschaftslage (muss) sich auch in schwierigen Zeiten lohnen", erklärten Geschäftsleitung und Gesamtbetriebsrat.

Im Konzern der Porsche Holding SE dürfte im Geschäftsjahr 2008/09 (per Ende Juli) ein Verlust von fünf Milliarden Euro vor Steuern entstanden sein, wie der Sportwagenbauer bereits gewarnt hatte.

Grund dafür war die Abwertung eines Optionspakets auf Volkswagen-Aktien, das Porsche die Jahre zuvor Milliardengewinne beschert hatte. Die Optionen, die Porsche am Ende stark belastet hatten, gehen grösstenteils an das Scheichtum Katar, das sie zum Einstieg bei Volkswagen nutzt. Am Weihnachtsgeld werde nicht gerüttelt, betonte Porsche. Die Mitarbeiter von Porsche bekommen 13,7 Monatsgehälter.

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