Auto-Krise

Porsche-Chef Wiedeking könnte aus der Kurve fliegen

Chef der Prosche AG Wiedeking (Archiv)

Chef der Prosche AG Wiedeking (Archiv)

Der seit Monaten schwelende Streit zwischen den deutschen Auto-Herstellern Volkswagen und Porsche um die Bildung eines gemeinsamen Konzerns soll mit einem Kompromiss entschärft werden.

"Es wird an einem Mittelweg gearbeitet", hiess es aus dem Umfeld von VW und aus Finanzkreisen. Eine Kombination der konkurrierenden Modelle zur Integration von VW in Porsche sei denkbar, hiess es auch im Porsche-Lager.

Gemäss den unbestätigten Informationen sind sich die zerstrittenen Familienflügel Porsche und Piech nähergekommen.

Im Porsche-Verwaltungsrat soll eine Lösung diskutiert werden, wonach sich VW an der Sportwagentochter von Porsche, der Porsche AG, mit rund 49 Prozent beteiligt. Dahinter stehe nun auch Wolfgang Porsche, der Verwaltungsratspräsident von Porsche.

Das Emirat Katar solle für fünf Milliarden Euro von Porsche Optionen auf VW-Aktien übernehmen, die den arabischen Investoren eine Beteiligung von rund 20 Prozent der VW-Stimmrechte ermöglichen würden.

Bei der Stuttgarter Konzernholding Porsche SE blieben damit die Familien Piech und Porsche allein stimmberechtigt. Die Porsche SE führt das Sportwagengeschäft und kontrolliert mit 51 Prozent mehrheitlich die Stimmrechte bei VW.

Gemäss einem Bericht von "Spiegel Online" steht der Nachfolger Wiedekings als Chef der operativ tätigen Porsche AG bereits fest.

Porsche-Verwaltungsratspräsident Wolfgang Porsche und Vizepräsident Uwe Hück stellten aber vehement in Abrede, dass der seit 17 Jahren amtierende Wiedeking abgelöst werde. Hück sprach von "gezielten Falschmeldungen".

Porsche hat sich beim Einstieg bei VW verhoben und sitzt auf einem Schuldenberg von mehr als zehn Milliarden Euro. Ein grosser Teil der Kredite wird im März 2010 fällig.

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