Energie

Polen und Dänemark einigen sich über Gaspipeline unter der Ostsee

Polens Regierungschef Mateusz Morawiecki lobte am Freitag ein Pipeline-Projekt mit Dänemark, weil sein Land dadurch unabhängiger von Russland werde. (Archivbild)

Polens Regierungschef Mateusz Morawiecki lobte am Freitag ein Pipeline-Projekt mit Dänemark, weil sein Land dadurch unabhängiger von Russland werde. (Archivbild)

Die EU-Partner Polen und Dänemark haben sich auf den Bau einer Erdgaspipeline unter der Ostsee geeinigt. Das gab die Regierung in Warschau am Freitag bekannt. Polen will sich damit mit norwegischem Gas versorgen und unabhängiger werden von russischen Gaslieferungen.

Das gemeinsame Projekt für die 900 Kilometer lange Baltic Pipe sieht vor, Gas über dänisches Gebiet nach Polen zu pumpen - und zwar ab 2022, wenn der Vertrag zwischen Warschau und dem russischen Energieriesen Gazprom ausläuft.

Polens Regierungschef Mateusz Morawiecki bezeichnete die Einigung mit Dänemark als "Riesenschritt hin zu Sicherheit und Unabhängigkeit des polnischen Energiesektors".

Das polnische Unternehmen Gaz-System SA und die dänische Firma Energinet SOV kündigten an, dass bis zum 1. Oktober 2022 "alle Elemente der Pipeline in Dienst gestellt" werden sollen. Jährlich sollen zehn Milliarden Kubikmeter Gas geliefert werden. Das Projekt bekam demnach von der Europäischen Union über deren Förderprogramm Connecting Europe Facility (CEF) bereits eine Finanzhilfe in Höhe von 51,4 Millionen Euro. Die Gesamtkosten für den Bau der Pipeline wurden nicht genannt.

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