Aviatik

Pilatus produziert mehr Flugzeuge und erzielt Rekordergebnis

Ein Pilatus PC-6 Porter in seinem Element

Ein Pilatus PC-6 Porter in seinem Element

Die Pilatus Flugzeugwerke haben 2014 erneut mehr Flugzeuge zusammengebaut und ein Rekordergebnis erzielt. Der Umsatz stieg um 16 Prozent auf 1,174 Milliarden Franken. Das Betriebsergebnis kletterte um gut einen Drittel auf 200 Millionen Franken.

2014 sei das erfolgreichste Jahr der bisherigen über 75-jährigen Firmengeschichte gewesen, teilte der Flugzeugbauer Pilatus mit Hauptsitz in Stans im Kanton Nidwalden am Mittwoch mit. Zum Ergebnis beigetragen hätten neben mehr Mitarbeitern unter anderem auch der gestiegene Wert des US-Dollars.

Insgesamt stellte das Unternehmen im vergangenen Jahr 127 Flugzeuge her und übergab sie an Kunden. Das waren 15 mehr als 2013. Im Durchschnitt wurden jeden Monat ein oder zwei Flugzeuge mehr gebaut als im Vorjahr.

Die Ablieferungen seien je zur Hälfte auf den Bereich Geschäftsfliegerei (General Aviation) und auf militärische Trainingsflugzeuge (Government Aviation) entfallen, heisst es in der Mitteilung.

Drei Grossprojekte

Der Bereich der Trainingsflugzeuge blicke erneut auf ein "äusserst erfolgreiches Jahr" zurück. Der Umsatz sei in diesem Geschäftssegment um 22 Prozent auf rund 820 Millionen Franken gesteigert worden. Damit sei der Bereich auf 70 Prozent des gesamten Jahresumsatzes von Pilatus gekommen.

Die laufenden drei Grossprojekte mit Indien, Saudi-Arabien und Katar seien alle im Zeitplan. Die geplanten Auslieferungen an Kunden würden fristgerecht stattfinden.

In der Geschäftsfliegerei habe sich 2014 die sich leicht erholende Wirtschaftslage im Hauptabsatzgebiet USA positiv ausgewirkt, auch wenn die "goldenen Zeiten" von vor 2008 noch lange nicht wieder erreicht worden seien, heisst es in der Mitteilung. Der Bereich General Aviation machte rund 27 Prozent des Umsatzes oder 321 Millionen Franken aus.

Im Berichtsjahr seien 66 Flugzeuge des Typs PC-12 NG ausgeliefert worden, 50 davon in die USA. Zudem verlaufe die Marktbearbeitung in China auf Hochtouren. Von den zehn im Berichtsjahr verkauften Pilatus Porter PC-6 seien neun nach China gegangen.

Eine leichte Entspannung gab es für Pilatus auch in Südamerika und Afrika. Dort konnten neue Flugzeuge ausgeliefert und zusätzliche Bestellungen entgegengenommen werden. In Europa seien die Aussichten vielversprechend, heisst es im Geschäftsbericht.

Die Zahl der Mitarbeiter steig im vergangenen Jahr um 130 auf 1882 Vollzeitbeschäftigte. 1725 davon arbeiteten am Hauptsitz in Stans.

Zusätzliche 100 Millionen für PC-24

Kaum Neues gab Pilatus zum neu entwickelten Düsenflugzeug PC-24 bekannt. Im letzten Jahr investierte Pilatus zusätzliche knapp 100 Millionen Franken vor allem in die Entwicklung des neuen zweistrahligen Geschäftsflugzeuges. Der Erstflug der Maschine mit grossem Frachttor und für kurze Pisten soll im kommenden Mai stattfinden.

Die Serienproduktion soll im Jahr 2016 anlaufen. Die ersten Auslieferungen sind für 2017 geplant. Der PC-24 wurde im Mai 2014 an einer Flugzeugmesse in Genf erstmals zum Verkauf angeboten. In zwei Tagen gingen 84 Bestellungen ein. Zu den Kunden zählt unter anderem der Schweizer Bundesrat.

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