Ende 2010 übernahm Philppe Gaydoul die Mehrheit bei der Uhrenmarke Hanhart. Sie sollte Teil seines neuen Luxusgüter-Imperiums werden. Er löste damals seinen Freund und Mitinvestor Thomas Matter als Grossaktionär ab. Drei drei Jahre später zeigt sich: Das Unternehmen macht Millionenverluste.

Aus einem vertraulichen Firmendokument, in das die «Sonntagseitung» Einsicht hatte, geht hervor, dass die Marke Hanhart 2011 einen Verlust von 3,15 Millionen Franken erlitt. 2012 waren es bereits 4,9 Millionen Franken.

Obwohl die Personal- und Marketingaufwendungen massiv gekürzt wurden, resultierte im zweiten Quartal 2013 ein Verlust von 1,1 Millionen. Gaydoul musste ein unverzinsliches Darlehen von 6,6 Millionen einschiessen.

Gaydoul sucht daher seit Monaten einen Käufer. Laut der «Bilanz» soll er auch einen solchen gefunden haben. Es handelt sich dabei um die Handelskette DKSH handeln.  Angesichts dieser desolanten Lage, ist es sehr schwierig, Hanhart zu verkaufen. Ob DKSH tatsächlich noch vor Weihnachten zuschlägt, ist daher sehr fraglich. (rsn)