Vor eineinhalb Monaten titelte diese Zeitung: „Tomatensaft sorgt bei der Swiss-Crew für rote Köpfe“. Stein des Anstosses war, dass die Airline seit Sommer auf Europaflügen das rote Getränk einführte, sehr zum Ärger des Kabinenpersonals. Denn für sie wurde der Tomatensaft, den sie neu zusätzlich ausschenken müssen, zum Symbol für Mehrarbeit und Stress an Bord.

Und nun sorgt das Getränk für neue Aufregung – zumindest indirekt. Denn wer einen Tomatensaft bestellt, möchte diesem oftmals Salz oder Pfeffer beimischen. Doch wer auf das schwarze Gewürz hofft, wird dieser Tage von der Swiss möglicherweise enttäuscht. So auch Passagier Erwin W. (Name geändert), der kürzlich von Zürich nach Tel Aviv flog: „Als ich das Salz-und-Pfeffer-Sachet aufriss, war das Salz zwar da, vom Pfeffer hingegen keine Spur.“ Als er die Flight Attendant darauf ansprach, meinte diese, die Pfeffer-Säckchen seien schon seit längerem leer. Wieso, wisse sie auch nicht.

Kontakt mit Hersteller

Am Swiss-Sitz in Kloten ZH ist man sich der Pfeffer-Panne bewusst, wie ein Sprecher bestätigt: „Wir haben Kenntnis davon, dass in den erwähnten Sachets teilweise der Pfeffer fehlt und klären die Gründe mit unserem Hersteller ab.“ Um wen es sich dabei handelt und wie viele Säckchen bisher vom Fehler betroffen sind, verrät der Sprecher nicht. Dem Vernehmen nach sind allerdings nur die losen Portionen fehlerhaft abgefüllt, also jene für den Tomatensaft, jene in den Bestecksets hingegen nicht.

Die Einführung des roten Getränks Ende Juli hatte zumindest in den sozialen Medien für Jubel gesorgt. Die Swiss sagt, man habe den Tomatensaft „auf vielfachen Kundenwunsch“ lanciert und das Angebot werde von den Fluggästen sehr geschätzt. Auf Langstreckenflügen war der rote Saft schon vorher erhältlich.