Der operative Verlust lag bei 49,8 Mio. Dollar, wie Petroplus am Mittwoch mitteilte (Vorjahr: 111,3 Mio. Dollar). Zum schwachen Ergebnis trug besonders das zweite Quartal bei, in welchem das Unternehmen einen Reinverlust von 198,2 Mio. Dollar einfuhr.

Ein Grund dafür war, dass während dieser Periode die Raffinerie im französischen Petit Couronne wegen vorgezogenen Wartungsarbeiten nicht in Betrieb war. Das habe das Ergebnis belastet, sagte Andreas Escher, Analyst der Bank Vontobel, der Nachrichtenagentur sda.

Darüber hinaus spürte Petroplus vor allem auch die hohen Ölpreise. Der Konzern erwirtschaftete im ersten Halbjahr mit 11,70 Mrd. Dollar zwar 31 Prozent mehr Umsatz als im Vorjahr.

Allerdings seien die Margen aufgrund steigender Einkaufspreise stark gesunken, liess sich Geschäftsführer Jean-Paul Vettier in der Mitteilung zitieren. Zu spüren sei insbesondere der Rückgang der Ölzufuhr aus Libyen, wo seit Monaten ein Bürgerkrieg im Gange ist.

Optimistisch

Für das zweite Halbjahr ist Petroplus zuversichtlich. Die Margen hätten sich zu Beginn des dritten Quartals etwas verbessert, auch wenn sie tief blieben, sagte Vettier. Analyst Andreas Escher ist weniger optimistisch. Er erwartet, dass sich das Ergebnis des zweiten Halbjahrs im gleichen Rahmen bewegt wie das erste.

Mit dem Halbjahresergebnis verfehlt Petroplus die Erwartungen der Analysten. Entsprechend verlor die Petroplus-Aktie am Mittwochvormittag mit 14,5 Prozent deutlich an Wert. Der Leitindex SMI notierte 1,1 Prozent im Minus.