Wohnungsmarkt

Personenfreizügigkeit auf Schweizer Wohnungsmarkt deutlich spürbar

Bauarbeiten an Wohnsiedlung (Archiv)

Bauarbeiten an Wohnsiedlung (Archiv)

Das zum grössten Teil durch die Immigration verursachte Bevölkerungswachstum von 1,4 Prozent hat 2008 auf dem Wohnungsmarkt Spuren hinterlassen. Das zeigt eine Studie zu den Auswirkungen der Personenfreizügigkeit auf den Wohnungsmarkt.

Demnach hat die Zahl der Haushalte gesamtschweizerischen etwas stärker zugenommen als das Wohnungsangebot, wie das Bundesamt für Wohnungswesen (BWO) mitteilte. Weil viele Einwanderer einer hohen Einkommensklasse angehören, konzentrierte sich die Wohnungsnachfrage auf die attraktiven Marktsegmente.

Insbesondere in der Agglomeration Zürich habe die Personenfreizügigkeit dazu beigetragen, dass freie Mietwohnungen immer rarer wurden. Dies habe besonders im oberen und unteren Preissegment des Mietwohnungsmarktes zu einem Anstieg der Mietzinsen geführt, heisst es.

Ein Spezialfall ist gemäss der Studie Genf: Dort mussten Personen mit einem kleineren Verdienst wegen des Wohnungsmangels gar über die Grenze nach Frankreich ziehen.

Anderswo waren die Einwanderer sehr willkommen: So trugen sie zum Beispiel in der Region Basel und in der Agglomeration Lugano/Chiasso zu einer besseren Auslastung des Immobilienbestandes bei. In den Agglomerationen Bern und Kreuzlingen/Konstanz befanden sich die Wohnungsmärkte in einem ausgewogenen Zustand.

Die Wirtschaftskrise wird vermutlich zu einer Abschwächung der Wohnungsnachfrage führen, da mit weniger Einwanderern zu rechnen sei. Die Studie betrachtet die Entwicklung nur bis Dezember 2008.

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