Wirtschaft

Personalverband kritisiert: Stellenabbau bei Credit Suisse sei ein «Mangel an Solidarität»

Die Credit Suisse muss für ihren Entscheid grosse Kritik einstecken. (Symbolbild)

Die Credit Suisse muss für ihren Entscheid grosse Kritik einstecken. (Symbolbild)

Der Schweizerische Bankpersonalverband kritisiert die Restrukturierung der Grossbank stark. Trotz Forderungen zum Kündigungsstopp lässt Credit Suisse die Neue Aargauer Bank verschwinden.

(sku) Die Credit Suisse hat am Dienstagmorgen ihre angekündigten Pläne zur strategischen Richtung des Schweizer Geschäfts bekannt gegeben. Fest steht schon jetzt: Die Neue Aargauer Bank (NAB) verschwindet. Die grösste Regionalbank der Schweiz mit über 200'000 Kunden geht komplett in der Credit Suisse auf. Der Schweizerische Bankpersonalverband (SBPV) kritisiert diese Entscheidung, wie er am Dienstag in einem Communiqué mitteilt. Vor allem, weil der mit der Restrukturierung zusammenhängende Stellenabbau in einer Zeit nationaler und globaler wirtschaftlicher Unsicherheit erfolge, während das Geschäftsergebnis zur Jahresmitte mit einem Gewinn von 2,5 Milliarden Franken alles andere als schlecht sei.

Weiter habe der Bankpersonalverband bereits mehrere Male gefordert, einen Kündigungsstopp bis Ende Jahr auszusprechen. Der SBPV schreibt deshalb von einem «Mangel an Solidarität gegenüber den Arbeitnehmenden». Zudem sei der Schritt mit vielen Risiken verbunden. Für den Bankpersonalverband bleibt fraglich, ob die Mitarbeitenden und Kunden den Wechsel akzeptieren werden.

Meistgesehen

Artboard 1