Der Vorfall ereignete sich in der Londoner Niederlassung des Bereichs Vermögensverwaltung für reiche Privatkunden (Wealth Management). Die Vorfälle seien nur durch einen Mitarbeiter ans Licht gekommen, der Vorgesetzte warnte ("Whistleblower"), teilte die Aufsichtsbehörde mit.

Die Mitarbeiter hätten Abschlüsse in Fremdwährungen und Edelmetallen getätigt und Verluste an die Kundenkonten gebucht. Die FSA zitiert eine interne UBS-Untersuchung, derzufolge täglich bis zu 50 unerlaubte Transaktionen von mindestens 39 Konten aus stattfanden. Die UBS habe den betroffenen Kunden über 42 Mio. Dollar Entschädigung bezahlt.

Die FSA kommt zum Schluss, dass die UBS es versäumt habe, die Schlüsselrisiken zu steuern und zu kontrollieren. Zudem habe die Bank auch keine effektiven Massnahmen ergriffen, nachdem bereits verschiedene Warnzeichen für ein mangelhaftes Risikomanagement sichtbar geworden seien.

Die fraglichen Mitarbeiter hätten Lücken im UBS-Überwachungssystem ausnutzen und ihre Aktionen geheimhalten können. Gerade in den aktuellen Zeiten sei es aber wichtig, dass die Firmen über effektive Kontrollen verfügten, bekräftigt die FSA.

Laut FSA ist die 8-Millionen-Busse die drittgrösste Strafe, welche die Behörde seit ihrem Bestehen verhängt hat. Man wolle damit auch zeigen, dass härter durchgegriffen werden soll, um einen glaubwürdigen Abschreckungseffekt zu erzielen.

Weil sich die UBS in der Entschädigungsfrage kooperativ zeigte, sei die ursprünglich geplante Strafe von 10 Mio. Pfund (rund 16,9 Mio. Franken) reduziert worden, teilt die FSA weiter mit.